Politik

Schleppender Krieg in Ukraine Russland soll sechs Kommandeure entlassen haben

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Seit fünf Monaten läuft die "Spezialoperation" in der Ukraine, für die eigentlich nur ein paar Tage vorgesehen waren. Das hatte offenbar Folgen.

(Foto: IMAGO/ITAR-TASS)

Dass der Krieg in der Ukraine für Russland so schleppend läuft, führt laut britischem Geheimdienst zu Konsequenzen an der Armeespitze. Mindestens sechs Kommandeure sollen seit Kriegsbeginn entlassen worden sein.

Seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine vor fast einem halben Jahr ist nach britischen Informationen wohl ein halbes Dutzend hochrangiger russischer Militärs entlassen worden. Die schlechte Leistung der Streitkräfte während der Invasion sei für die russische Militärführung kostspielig gewesen, was höchstwahrscheinlich zur Entlassung von mindestens sechs Kommandeuren geführt habe, teilte das britische Verteidigungsministerium in seinem regelmäßigen Geheimdienst-Update mit.

Unter anderem General Alexander Dwornikow sei abgesetzt worden, nachdem er das Gesamtkommando über die Operation in der Ukraine innegehabt habe. Hinzu kämen mindestens zehn russische Generäle, die in der Ukraine auf dem Schlachtfeld getötet worden seien, schrieben die Briten weiter. Insgesamt habe all dies wahrscheinlich zu Russlands taktischen und operativen Schwierigkeiten bei dem Angriffskrieg beigetragen.

Das britische Verteidigungsministerium veröffentlicht einige seiner Geheimdienstinformationen zum Ukraine-Krieg in einem täglichen Update auf Twitter. Russland selbst hält sich bei Personalien und taktischen Entscheidungen weitgehend bedeckt.

(Dieser Artikel wurde am Sonntag, 07. August 2022 erstmals veröffentlicht.)

Quelle: ntv.de, vpe/dpa

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