Politik

Kreml: Lufthoheit über UkraineRussland meldet Einnahme weiterer Städte

28.02.2022, 11:14 Uhr
276239908
Laut den Angaben aus Moskau sind die russischen Truppen im Südosten des Landes weiter vorgedrungen. (Foto: picture alliance/dpa/Sputnik)

Zwei ukrainische Städte sollen laut Moskau unter russische Kontrolle gefallen sein. Berdjansk und Enerhodar liegen im Südosten des Landes. Bestätigt ist die Eroberung derzeit noch nicht. Außerdem soll Russland den Luftraum der gesamten Ukraine kontrollieren, wie es aus dem Kreml heißt.

Russische Truppen haben nach Angaben aus Moskau die ukrainischen Städte Berdjansk und Enerhodar im Südosten des Landes erobert. Sie stünden unter russischer Kontrolle, teilte der Sprecher des russischen Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, mit. Berdjansk, dessen Einnahme zuvor schon die ukrainische Seite gemeldet hatte, liegt am Asowschen Meer, Enerhodar weiter nordwestlich im Landesinneren. Die Informationen konnten nicht unabhängig geprüft werden.

Die russische Offensive gegen die ukrainische Hauptstadt Kiew wird nach Angaben des ukrainischen Militärs derweil fortgesetzt. Zuvor teilten die Verteidiger der Stadt mit, russische Truppen hätten ihre Bewegungen im Nordwesten Kiews in Richtung der Hauptstadt eingestellt. Die ukrainische Armee schlage dort mit Boden- und Lufttruppen zurück, sagte der Berater des Leiters des Büros des ukrainischen Präsidenten, Olexij Arestowitsch, laut einer Mitteilung.

Laut Arestowitsch soll es im ostukrainischen Charkiw Versuche der russischen Armee gegeben haben, ins Stadtzentrum vorzudringen. In der südukrainischen Stadt Mariupol gebe es keine Probleme. Die im Süden gelegene Küstenstadt Berdiansk am Asowschen Meer sei hingegen von Russland eingenommen worden - dort sei keine ukrainische Armee gewesen.

Laut dem russischen Verteidigungsministerium hat Russland die Lufthoheit über die gesamte Ukraine erlangt. Dafür gab es von ukrainischer Seite zunächst keine Bestätigung. Russland hatte bereits zuvor behauptet, die Lufthoheit erlangt zu haben, was Kiew aber dementierte.

Russland hatte die Ukraine am Donnerstagmorgen angegriffen. Seitdem seien 1100 militärische Objekte zerstört worden, sagte Konaschenkow. Zudem seien 314 Panzer und andere Kampffahrzeuge sowie 57 Raketensysteme getroffen worden. Im Donbass hätten die von Russland unterstützten Separatisten ihren Vormarsch fortgesetzt und seien nun weitere 19 Kilometer vorgerückt. Auch diese Angaben sind nicht unabhängig zu überprüfen.

Quelle: ntv.de, spl/dpa

RusslandWolodymyr SelenskyjAngriff auf die UkraineUkraine-KonfliktWladimir PutinUkraine