Politik

Hunderttausende ohne StromRussland schießt ukrainische Regionen in Dunkelheit und Kälte

08.01.2026, 11:54 Uhr
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In der Großstadt Saporischschja kam es zeitweise zu einem fast vollständigen Blackout. (Foto: REUTERS)

Das russische Militär setzt seine Luftangriffe auf die Ukraine gnadenlos fort. Im Winter gerät besonders die Energieversorgung des Nachbarlandes ins Visier Russlands. In zwei ukrainischen Regionen fällt der Strom in der Nacht nahezu komplett aus - und fehlt teilweise weiterhin.

Russische Angriffe haben in der Nacht zu massiven Stromausfällen im Süden der Ukraine geführt. Die Regionen Saporischschja und Dnipropetrowsk waren nach Angaben des ukrainischen Energieministeriums fast vollständig von der Stromversorgung getrennt. Noch etwa 800.000 Verbraucher waren demnach am Morgen im Gebiet Dnipropetrowsk weiterhin davon abgeschnitten. Reparaturarbeiten zur Versorgung mit Licht und Wärme dauerten den Angaben nach an.

Der Bürgermeister der Stadt Dnipro, Borys Filatow, verlängerte die Schulferien aufgrund der Situation um zwei Tage. Im Gebiet Saporischschja ist die Strom- und Heizungsversorgung nach Behördenangaben wiederhergestellt. Gouverneur Iwan Fedorow sprach vom ersten totalen Blackout in der gesamten Region seit Jahren.

"Ukrainische Realitäten an diesem Mittwochabend: Der russische Beschuss sorgt für nahezu vollständigen Blackout in den Großstädten wie Dnipro, Krywyj Rih und Saporischschja sowie in den dazugehörigen Regionen. Dort funktioniert aktuell so gut wie gar nichts. Alles andere als schön", kommentierte der Journalist Denis Trubetskoy die Krise auf X.

Neben den russischen Angriffen macht auch das Wetter der Energieversorgung der Ukraine zu schaffen. Dadurch seien Siedlungen in den Gebieten Tschernihiw, Kiew, Iwano-Frankiwsk und Transkarpatien ganz oder teilweise ohne Strom, hieß es vom Energieministerium.

Die Ukraine verteidigt sich seit fast vier Jahren mit westlicher Hilfe gegen eine russische Invasion. Russland zielt dabei immer wieder auf die Energieinfrastruktur des Nachbarlandes. Kiew drängt bei seinen internationalen Partnern fortwährend auf die Lieferung weiterer Flugabwehrsysteme.

Quelle: ntv.de, lar/dpa

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