Politik

Fortschritte bei Gesprächen Selenskyj macht Hoffnung auf Kriegsende bis Mitte 2026  

07.01.2026, 21:54 Uhr
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Selenskyj bei seiner Ankunft im Präsidentenpalast in Nikosia, Zypern. (Foto: picture alliance / NurPhoto)

In Paris einigt sich die Koalition der Willigen auf Sicherheitsgarantien für den Fall eines Waffenstillstands in der Ukraine. Präsident Selenskyj begrüßt die Pläne für eine internationale Schutztruppe. Er fordert aber auch weitere Sanktionen gegen Russland.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj schließt angesichts von Fortschritten bei Friedensgesprächen ein Ende des Krieges in der ersten Jahreshälfte 2026 nicht aus. "Wir stellen fest, dass die Verhandlungen mit unseren europäischen Partnern und natürlich mit den USA und allen Mitgliedern der Koalition der Willigen einen neuen Meilenstein erreicht haben", sagte Selenskyj bei einem Besuch in Zypern.

In der Hauptstadt Nikosia war die EU-Spitze zu Beginn der sechsmonatigen EU-Ratspräsidentschaft Zyperns versammelt. "Wir sind uns bewusst, dass dieser Krieg noch während Ihrer Präsidentschaft beendet werden kann", sagte Selenskyj der Nachrichtenagentur Interfax Ukraina zufolge bei der Zeremonie.

Gleichzeitig sagte der Präsident, dass Moskau durch Sanktionen weiter unter Druck gesetzt werden müsse, um einem Ende seines Angriffskriegs zuzustimmen. "Jeden Dollar, den Russland verliert, verliert es als Aggressor."

Tags zuvor hatte ein Gipfeltreffen von Unterstützerländern in Paris der Ukraine Sicherheitsgarantien für einen Waffenstillstand zugesagt. Ebenso wurden die Pläne konkreter, wie ein Frieden in der Ukraine militärisch abgesichert werden kann. Frankreich, Großbritannien und einige andere Länder sind bereit, Truppen in die Ukraine zu entsenden. Andere Staaten wie Deutschland sind zu einem Militäreinsatz für die Ukraine von außen bereit.

Diese Friedenstruppe soll als Abschreckung dienen und in Friedenszeiten die ukrainischen Streitkräfte unterstützen - etwa bei der Ausbildung junger Soldaten oder der Sicherung des Luftraums und der Seegebiete. Die mögliche Präsenz ausländischer Truppen ist aber für Moskau bislang ein Grund, alle Friedensvorschläge abzulehnen. Russland überzieht die Ukraine seit fast vier Jahren mit einem zerstörerischen Angriffskrieg.

Quelle: ntv.de, gut/dpa

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