Politik

Trump hingegen nicht betroffen Russland setzt tote US-Senatoren auf Sanktionsliste

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Der frühere US-Senator John McCain verstarb 2018 - dennoch steht er auf der Sanktionsliste Russlands.

(Foto: REUTERS)

Mit Sanktionen gegen einzelne Russen reagieren die USA auf den Angriffskrieg in der Ukraine - nun zahlt es Moskau mit gleicher Münze zurück. Mehr als 960 US-Bürgern wird unter anderem die Einreise nach Russland versagt. Darunter auch drei tote ehemalige US-Senatoren.

Russland hat Einreiseverbote gegen weitere US-Bürger verhängt. Das Außenministerium in Moskau veröffentlichte eine Liste mit 963 Namen, auf der unter anderem Hollywood-Star Morgan Freeman steht. Ihm wirft Moskau vor, im Jahr 2017 ein Video veröffentlicht zu haben, in dem er Russland ein "Komplott" gegen die USA vorwirft. Enthalten sind auch die Namen von US-Präsident Joe Biden, Außenminister Antony Blinken und Verteidigungsminister Lloyd Austin sowie Mark Zuckerberg, Chef des Digitalkonzerns Meta.

Kurios ist, dass auch der ehemalige US-Senator John McCain auf der Liste steht - er war im Jahr 2018 verstorben. Auch die von Russland aufgelisteten früheren Senatoren Harry M. Reid und Orrin G. Hatch sind bereits verstorben. Reid starb im Dezember im Alter von 82 Jahren, Hatch starb im April im Alter von 88 Jahren.

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Auffällig ist zudem die Abwesenheit eines wichtigen US-Politikers: Donald Trump. Als einziges Mitglied seiner früheren Regierung steht lediglich Mike Pompeo auf der Liste. Darüber hinaus finden sich dort zahlreiche treue Trump-Anhänger wie der republikanische Senator Ted Cruz oder die Abgeordnete Marjorie Taylor Greene. Zugleich finden sich unter US-Medienvertretern keine des konservativen Nachrichtensenders Fox News auf der Liste, wie eine Auswertung der "Washington Post" ergab - wohl aber von anderen US-Medien wie CNN oder der "New York Times".

Die Einreiseverbote gegen diese und zahlreiche weitere prominente US-Bürger hatte Russland bereits vor einem Monat verkündet. Die Sanktionen sind eine Reaktion Russlands auf die von den USA aufgrund der russischen Offensive in der Ukraine verhängten Einreisesperren. Die auf der Website des russischen Außenministeriums veröffentlichte Liste enthält die Namen von Regierungsvertretern und Parlamentsabgeordneten, aber auch von Mitgliedern der Zivilgesellschaft.

Quelle: ntv.de, kst/AFP

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