Politik

Stern-RTL-Wahltrend SPD verliert an Sympathie

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Der Wechsel an der SPD-Spitze hat nur vorübergehend ein Stimmungshoch gebracht.

(Foto: REUTERS)

Die Umfrage des Forsa-Instituts legt offen: Für die SPD sieht es nicht gut aus. Nur noch elf Prozent trauen Martin Schulz und seiner Partei zu, mit den Problemen in Deutschland fertig zu werden - von dem Kanzleramt ganz zu schweigen.

Martin Schulz' Umfragewerte sind weiter im freien Fall. Der aktuelle Stern-RTL-Wahltrend zeigt: Wäre in Deutschland die direkte Wahl des Bundeskanzlers möglich, würde sich nur knapp jeder Vierte (24 Prozent) für den SPD-Kandidaten entscheiden. Im Vergleich zur Vorwoche verliert er drei Prozentpunkte. Damit liegt er weit abgeschlagen hinter Angela Merkel, die jeder zweite Deutsche direkt wählen würde.

Und auch bei der Frage nach der Kompetenz sieht es für die SPD trübe aus. Nur noch jeder neunte Befragte traut ihr zu, mit den Problemen in Deutschland am besten fertig zu werden. Das sind zwei Punkte weniger als in der Vorwoche. Dagegen würde jeder dritte Bundesbürger auf die Union setzen.

Nach der Wahlniederlage in Schleswig-Holstein - der Ausgang der Wahl in Nordrhein-Westfalen konnte wegen des Befragungszeitraums noch keinen Einfluss haben - verliert die SPD auch bundesweit weiter an Sympathie und käme bei einer Bundestagswahl nur noch auf 26 Prozent. Damit läge sie auf dem Niveau von 2013. Besser sieht es auch hier für die Union aus. Sie kann ihren Sympathiewert um zwei Punkte auf 38 Prozent verbessern, während die FDP einen Prozentpunkt gewinnt und auf 8 Prozent kommt.

Die Werte für die Grünen (8 Prozent), die Linkspartei und die AfD (beide 7 Prozent) haben sich im Vergleich zur Vorwoche nicht verändert. Damit liegt das "bürgerliche" Wählerlager aus Union und FDP mit zusammen 46 Prozent 5 Prozentpunkte vor dem "linken" Wählerlager aus SPD, Grünen und Linkspartei.

Fast jeder Vierte will nicht wählen

24 Prozent der befragten Wahlberechtigten wollen sich derzeit nicht an einer Bundestagswahl beteiligen beziehungsweise sind unentschlossen, ob sie wählen gehen oder nicht. Unsicher sind sie ebenfalls darüber, welcher Partei sie ihre Stimme geben würden, wenn sie zur Wahl gingen. Damit liegt der Anteil der Nichtwähler beziehungsweise der Unentschlossenen weiterhin mit 28 Prozent 5 Prozent unter dem Anteil der Nichtwähler bei der letzten Bundestagswahl.

Für die repräsentative Umfrage wurden im Zeitraum vom 8. bis zum 12. Mai 2506 Teilnehmer befragt. Die Wahl in Nordrhein-Westfalen fand erst am 14. Mai statt.

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Quelle: n-tv.de, jki

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