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Ableger des Bonner BSI Sachsen erhält zwei Cyber-Sicherheitszentren

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Das BSI beschäftigt aktuell gut 900 Informatiker, Physiker, Mathematiker und andere Mitarbeiter.

(Foto: picture alliance / Oliver Berg/d)

Täglich greifen Hacker Regierungseinrichtungen, Politiker und Unternehmen an. Das Bonner Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) soll solche Angriffe vereiteln. Zwei neue Außenstellen sollen bei der Gefahrenabwehr helfen.

Das Bundesinnenministerium will in Sachsen zwei Außenstellen des Bonner Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ansiedeln. Die Hälfte von insgesamt 200 Stellen soll aus dem Haushalt des BSI kommen, die Verortung der anderen ist noch unklar, sagte ein Sprecher des Ministeriums. An welchen Standorten die Außenstellen aufgebaut werden sollen, ist demnach noch nicht entschieden.

Die "Bild am Sonntag" hatte zuvor berichtet, dass ein Standort mit rund 200 Mitarbeitern bis 2020 in Dresden entstehen soll. Für die sächsische Landeshauptstadt spricht demnach die Nähe zu Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus dem IT-Bereich. In der Region hat unter anderem das Fraunhofer Institut einen Ableger. Außerdem produziert der US-amerikanische Chiphersteller AMD in Dresden seine Mikroprozessoren.

Hintergrund des Ausbaus ist die zunehmende Zahl von Hackerangriffen auf Regierungseinrichtungen, Politiker und Unternehmen. Laut "Bild" attackieren Hacker mehr als 900-mal täglich die Computer von Ministerien, Ämter und Behörden. Deutsche Unternehmen beklagen einen jährlichen Schaden von 55 Milliarden Euro durch Datendiebstahl und Spionage.

Unabhängig von den neuen BSI-Außenstellen entsteht in der Region Halle/Leipzig eine neue Agentur für Cybersicherheit. Diese Einrichtung soll ab 2023 zu militärischer und ziviler Cybersicherheit forschen.

Quelle: n-tv.de, chr/dpa

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