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Keine Flucht vor Biden-Termin Schottland erteilt Trump-Besuch Absage

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Nicht nur Donald Trump ist in Schottland derzeit nicht willkommen.

(Foto: imago images/UPI Photo)

US-Präsident Trump überlegt anscheinend, die Amtseinführung seines Nachfolgers am 20. Januar zu schwänzen und stattdessen in Schottland Golf zu spielen. Die schottische Regierung findet diese Vorstellung gar nicht witzig. Dieser Besuch wäre wegen der geltenden Corona-Beschränkungen illegal.

Die schottische Regierung hat einem möglichen Flug des scheidenden US-Präsidenten Donald Trump zu seinem Golf-Ressort in Schottland eine Absage erteilt. Sie reagierte damit auf Medienberichte, denen zufolge Trump erwägt, am 19. Januar nach Schottland zu fliegen, um so nicht an der Amtseinführung seines Nachfolgers Joe Biden am 20. Januar teilnehmen zu müssen.

Es sei angesichts der Corona-Beschränkungen illegal, ohne notwendigen Grund nach Schottland einzureisen, sagte Regierungschefin Nicola Sturgeon. "Herzukommen, um Golf zu spielen, ist nicht, was ich einen notwendigen Grund nennen würde", sagte sie. "Wir erlauben es derzeit niemandem, ohne notwendigen Grund nach Schottland zu kommen - und das trifft auf ihn wie auf jeden anderen zu."

Trump wehrt sich massiv gegen den Wahlsieg Bidens. Schottische Medien hatten berichtet, dass dem Flughafen Glasgow-Prestwick bereits für den 19. die Ankunft eines US-Militärflugzeugs vom Typ Boeing 757 angekündigt worden sei. Eine solche Maschine habe auch Trump in der Vergangenheit genutzt. Zudem soll ein Spezialflugzeug der US-amerikanischen Air Force eine Woche lang dreidimensionale Vermessungen über Trumps Golfanlage vorgenommen haben.

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Sturgeon betonte, sie kenne Trumps Reisepläne nicht: "Ich hoffe und erwarte - wie jeder erwartet, aber nicht unbedingt hofft -, dass sein aktueller Reiseplan vorsieht, das Weiße Haus zu verlassen."

Aus dem Weißen Haus hieß es zu den Berichten lediglich, Trump habe sich noch nicht entschieden, was er am 20. Januar machen werde. In den USA gehört es zur Tradition, dass der scheidende US-Präsident der Amtseinführung seines Nachfolgers beiwohnt. Da Trump aber abstreitet, verloren zu haben, halten es viele Beobachter für wahrscheinlich, dass er auch diese Norm ignorieren wird.

Quelle: ntv.de, chr/dpa