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Rheinland-Pfalz stark betroffen Schulden in Deutschland ungleich verteilt

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In Rheinland-Pfalz ist die finanzielle Last der überschuldeten Verbraucher besonders schwer.

imago/photothek

Im Nordosten benötigen Schuldner im Schnitt 23 Monate, um aus dem Minus zu kommen. In Rheinland-Pfalz sieht die Situation dagegen schlechter aus. Die Suche nach den Gründen für die großen Unterschiede erweist sich als schwierig.

Überschuldete Verbraucher in Deutschland stehen im Schnitt mit dem 28-Fachen ihres Monatseinkommens in der Kreide. Auf durchschnittlich 30.170 Euro summierten sich nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes die Schulden von Betroffenen, die im vergangenen Jahr eine Schuldnerberatungsstelle aufgesucht haben.

Am schwersten an ihrer finanziellen Last zu tragen haben nach Angaben der Wiesbadener Behörde überschuldete Verbraucher in Rheinland-Pfalz: Sie standen im Schnitt mit 37.518 Euro in der Kreide und damit mit dem 35-Fachen ihres durchschnittlichen Monatseinkommens. Oder anders ausgedrückt: Könnte ein Betroffener sein gesamtes Einkommen zum Abtragen der Schulden einsetzen, wäre er nach 35 Monaten schuldenfrei.

Im Saarland (33.775 Euro Schulden) bräuchten Verbraucher demnach in einem solchen - hypothetischen Fall - 34 Monate, um ihren Schuldenberg abzutragen, in Nordrhein-Westfalen (36.090 Euro) wären es 32 Monate. Am geringsten belastet waren im Bundesländervergleich Menschen in Mecklenburg-Vorpommern (22.025 Euro), die im günstigsten Fall 23 Monate für den Schuldendienst bräuchten.

Eine plausible Erklärung, warum es zwischen den einzelnen Ländern so starke Unterschiede gibt, konnten die Statistiker anhand ihrer Daten nicht abgeben. Das durchschnittliche Monatseinkommen der Betroffenen sei in den meisten Fällen nicht der Grund: Es lag auf einem ähnlichen Niveau zwischen 925 und 1193 Euro. Hauptursache für das Abrutschen in die Schuldenfalle ist Arbeitslosigkeit.

Die Zahlen beruhen auf Angaben von 528 der rund 1400 Schuldnerberatungsstellen in Deutschland. Hinter den Angaben stehen individuelle Fälle von etwa 127.000 Menschen, die aufgrund ihrer Schuldensituation Hilfe bei den Beratungsstellen suchten. Die Daten wurden anschließend hochgerechnet.

Quelle: n-tv.de, fzö/dpa

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