Politik

Washington gieße "Öl ins Feuer" Kreml warnt USA vor weiteren Waffenlieferungen

Die Vereinigten Staaten liefern der Ukraine als Teil eines neuen Sicherheitspakets moderne Mehrfachraketenwerfer. Kiew habe versichert, damit keinen Angriff auf russisches Territorium zu planen, heißt es aus dem Weißen Haus. Doch der Kreml glaubt diesem Versprechen nicht.

Russland hat den Westen und insbesondere die USA erneut eindringlich vor der Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine gewarnt. Die Vereinigten Staaten gießen mit ihren modernen Raketensystemen "Öl ins Feuer", wie Kremlsprecher Dmitri Peskow der russischen Nachrichtenagentur Interfax zufolge sagte. "Die USA behalten ihre Linie bei, mit Russland bis zum letzten Ukrainer zu kämpfen", sagte Peskow.

Die Lieferung von Mehrfachraketenwerfern werde die Ukraine nicht dazu bringen, die Friedensverhandlungen wieder aufzunehmen. Die US-Regierung liefert der Ukraine als Teil eines neuen Sicherheitspakets moderne Mehrfachraketenwerfer zur Verteidigung gegen den russischen Einmarsch. Aus dem Weißen Haus hieß es am Dienstagabend (Ortszeit), die Ukraine habe zugesichert, mit dem in den USA hergestellten Artilleriesystem HIMARS keine Ziele auf russischem Territorium anzugreifen.

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Das in den USA hergestellte Artilleriesystem HIMARS.

(Foto: picture alliance / abaca)

Kremlsprecher Peskow sagte, dass Moskau dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj nicht glaube, dass das System nicht gegen russisches Gebiet gerichtet werde. Das russische Militär sehe darin vielmehr eine direkte Bedrohung und werde entsprechende Gegenmaßnahmen ergreifen, sagte Peskow. Details nannte er nicht.

Moskau warnt den Westen immer wieder, dass die gelieferten schweren Waffen Angriffsziele für die russischen Truppen seien. Es gebe bisher keinen Fall, in dem Selenskyj ein Versprechen gehalten habe, sagte Peskow. So habe er auch sein Wahlversprechen nicht eingelöst, den Krieg im Südosten der Ukraine, der seit 2014 läuft, zu beenden. Stattdessen habe er den Minsker Friedensplan für den Donbass nicht erfüllt. Selenskyj hatte erklärt, dass er die Vereinbarungen in dem Abkommen ablehne.

Quelle: ntv.de, lve/dpa

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