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Schwere Gefechte im Donbass Selenskyj: "Da ist die Hölle"

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Die Angriffe der russischen Armee konzentrieren sich vor allem auf den Donbass im Osten der Ukraine. Wie Präsident Selenskyj erklärt, ist die Region dem Erdboden gleichgemacht. "Da ist die Hölle, und das ist keine Übertreibung", sagt er. Über schwere Kämpfe berichtet auch der ukrainische Generalstab.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Situation im Donbass als "Hölle" bezeichnet. Die Armee arbeite weiter an der Befreiung der Region Charkiw, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. "Aber im Donbass versuchen die Besatzer, den Druck zu erhöhen. Da ist die Hölle, und das ist keine Übertreibung", so der Präsident weiter. Der Donbass sei "komplett zerstört". Die Kämpfe zwischen russischen und ukrainischen Truppen gingen vor allem im Osten der Ukraine im Donbass weiter.

Dies meldet auch der ukrainische Generalstab in seinem Lagebericht. "Der Gegner führt eine Offensive im Raum Lyssytschansk und Sjewjerodonezk durch", heißt es. Nach Angaben aus Kiew konnten die ukrainischen Truppen den Angriff auf Sjewjerodonezk abwehren, in dem Vorort Toschkiwka werde weiter gekämpft. An der Gebietsgrenze zwischen Luhansk und Donezk gibt es demnach Kämpfe um die Ortschaften Wyskrywa und Olexandropillja etwa zehn Kilometer östlich der Kleinstadt Bachmut. Diese gilt als ein weiteres strategisches Zwischenziel der russischen Angriffe. Erfolge hätten die russischen Offensivbemühungen hier genauso wenig erzielt wie die anhaltenden Sturmversuche in Awdijiwka und Kurachowe, heißt es in dem Lagebericht.

Insgesamt seien 14 Attacken in den Gebieten Donezk und Luhansk abgewehrt worden. Im Gebiet Charkiw, wo die Ukrainer in den letzten Wochen zur Gegenoffensive übergegangen sind, konnte Kiew keine weiteren Gebietsgewinne vermelden. Die Russen konzentrierten sich hier auf die Verteidigung ihrer Frontlinie. Kämpfe gebe es um die Ortschaften Ternowa und Wesele, heißt es. Von unabhängiger Seite konnten die Berichte bislang nicht überprüft werden.

Selenskyj: Mit Militärhilfen investiert Westen in eigene Sicherheit

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Selenskyj bezeichnete in seiner Ansprache zudem die jüngsten Militärhilfen westlicher Länder für Kiew als Investition in deren "eigene Sicherheit". "Für unsere Partner sind das nicht einfach nur Ausgaben oder eine Spende", sagte der Staatschef. "Der Schutz der Ukraine bedeutet ihren eigenen Schutz vor neuen Kriegen und Krisen, die Russland auslösen kann."

Der US-Kongress hatte am Donnerstag ein Paket von 40 Milliarden Dollar zur Unterstützung der Kriegsanstrengungen der Ukraine gegen Russland freigegeben. In Bonn rechnen die G7-Finanzminister derzeit zudem die weiteren Milliarden zusammen, die jedes Land an Kiew zahlen könnte.

Quelle: ntv.de, ghö/AFP/dpa

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