Katar, Saudi-Arabien, KuwaitSelenskyj: Rund 200 ukrainische Anti-Drohnen-Experten in Golfregion entsandt

Seit Beginn des Iran-Krieges müssen sich die Länder in der Golfregion gegen Shahed-Drohnen aus Teheran verteidigen. Damit kennt sich die Ukraine aus. Jetzt hat Kiew laut Präsident Selenskyj Anti-Drohnen-Experten in den Nahen Osten geschickt.
Die Ukraine hat nach den Worten von Präsident Wolodymyr Selenskyj 201 Anti-Drohnen-Experten in die Golfregion entsandt, die bei der Abwehr iranischer Drohnen helfen sollen. 34 weitere seien bereit zum Einsatz, sagte Selenskyj bei einer Rede vor dem britischen Parlament. Die ukrainischen Teams seien bereits in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Katar und Saudi-Arabien, zudem seien sie auf dem Weg nach Kuwait.
Die Ukraine ist Selenskyj zufolge zudem in der Lage, täglich rund 2000 Abfangdrohnen zu produzieren. Davon könne sein Land die Hälfte an Verbündete liefern, um deren Verteidigung zu stärken, sagt er weiter. Derzeit arbeite die Ukraine auch an Unterwasser-Drohnen. Die iranischen Vergeltungsschläge haben in der Region das Interesse an den kampferprobten ukrainischen Modellen verstärkt, die zur Abwehr russischer Angriffe eingesetzt werden. US-Präsident Donald Trump hatte in der vergangenen Woche indes gesagt, die USA benötigten keine Hilfe bei der Drohnenabwehr.
In einem am Montag vergangener Woche veröffentlichten Interview mit der Zeitung "New York Times" sagte Selenskyj, die Ukraine entsende auf Bitten der USA Abfangdrohnen und Drohnenexperten nach Jordanien, um dort US-Militärstützpunkte zu schützen. Dem Bericht zufolge baten die USA zuvor am Donnerstag um Hilfe, woraufhin das ukrainische Team am nächsten Tag abgereist sei.
Russland setzt bei seinem seit mehr als vier Jahren andauernden Angriffskrieg gegen die Ukraine fast täglich Drohnen iranischer Bauart ein. Seit dem Beginn des Iran-Krieges am 28. Februar durch Luftangriffe Israels und der USA gegen den Iran müssen sich auch die Länder in der Golfregion gegen iranische Angriffe mit Shahed-Drohnen verteidigen.