Politik

"Lese jeden Artikel über ihn" Söder-Tochter will in Papas Fußstapfen treten

259675339.jpg

Gloria-Sophie Burkandt beim Wiesn-Fotoshooting im September in München.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die älteste Tochter von CSU-Chef Söder arbeitet als Model. Gloria-Sophie Burkandt könnte sich auch eine Polit-Karriere vorstellen. Allerdings erst in 20 Jahren. Dass ihr Vater derzeit als Laschet-Mobber und Jamaika-Killer Schlagzeilen macht, kommentiert sie nicht, obwohl sie alles über ihn liest.

Die Tochter von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, Gloria-Sophie Burkandt, möchte nach eigenen Worten in 20 Jahren gerne in die Politik einsteigen. "Ich bin in der Jungen Union. Aber vielleicht gründe ich später auch mal meine eigene Partei", sagte das Model im Interview mit dem Magazin "Bunte Quarterly". Ihr sei es wichtig, die Bedürfnisse ihrer Generation zu vertreten: Nachhaltigkeit, Umweltschutz sowie Fair-Trade-Mode lägen ihr besonders am Herzen.

Gloria-Sophie ist 22 Jahre alt und Söders älteste Tochter aus einer früheren Beziehung. Sie trägt den Nachnamen ihrer Mutter, Ulrike Burkandt. Inzwischen ist der bayerische Ministerpräsident mit der Diplom-Kauffrau Karin Söder-Baumüller zusammen, die er 1999 geheiratet hat. Mit ihr hat er drei weitere Kinder.

Derzeit absolviert die 22-jährige Influencerin ein duales Wirtschaftsstudium bei einem internationalen Industriekonzern. "Ich brauche die geistige Herausforderung", sagte die Nürnbergerin. Tage, an denen man nichts lerne, seien verlorene Tage. Männer in ihrem Alter wollten jedoch hauptsächlich nur Party machen oder an der Playstation spielen. "Ich finde es schwierig, einen Mann in meinem Alter zu finden, mit dem ich mich intellektuell auf derselben Ebene empfinde", sagte Burkandt.

"Lieber ein gutes Buch als Drogen"

Statt Drogen zu nehmen und auf Partys zu gehen, lese sie lieber ein Buch oder mache Sport. Ihrem prominenten Vater und ihrer Mutter erzähle sie alles und habe keine Geheimnisse. Dabei halte sie sich stets auf dem Laufenden. "Ich bin auch sehr stolz auf meine Eltern! Ich lese jeden Artikel, der über meinen Vater geschrieben wird."

Das dürfte ihr allerdings derzeit nicht ganz so leicht fallen. So gibt etwa der FDP-Innenpolitiker Konstantin Kuhle dem CSU-Chef die Schuld daran, dass keine Jamaika-Gespräche zustande gekommen sind. "Man muss feststellen, dass Markus Söder innerhalb der Union wirklich auf Mobbing-Kurs unterwegs ist und Armin Laschet von Anfang an behindert hat", sagt er den Sendern RTL und ntv mit Verweis auf den CSU-Chef. Kuhle betont gleichzeitig seinen Willen zu guten Ampel-Gesprächen. "Alle Partner eint, die SPD, die FDP und die Grünen, dass man erfolgreiche Gespräche will." Kuhle hatte die CSU bereits am Mittwoch angegriffen. Auch andere FDP-Politiker nannten den bayerischen Ministerpräsidenten einen Egomanen.

Quelle: ntv.de, mau/dpa

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen