Politik

IS bekennt sich zu Texas-Angriff "Soldaten des Kalifats" verüben Anschlag

Zwei Soldaten des IS-Kalifats haben die Karikaturenausstellung in Texas überfallen. Das erklärt ein Sprecher der Dschihadisten. Einer der beiden getöteten Angreifer war den US-Behörden wohl bekannt. Er wurde sogar überwacht, offenbar aber erfolglos.

Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat hat sich zu dem Angriff auf eine islamfeindliche Veranstaltung in Texas bekannt. "Zwei Soldaten des Kalifats haben die Attacke auf die Ausstellung in Garland verübt", sagte ein Sprecher im Radiosender des IS. Dort seien "negative Bilder des Propheten Mohammed gezeigt worden".

Zwei Männer hatten am Sonntag vor dem Veranstaltungszentrum in einem Vorort von Dallas das Feuer eröffnet. Dabei verletzten sie einen Wachmann. Polizisten erwiderten das Feuer und töteten die Angreifer. Die Ausstellung in Garland war von der islamfeindlichen Amerikanischen Initiative zur Verteidigung der Freiheit (AFDI) organisiert worden, an ihr hatte auch der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders teilgenommen.

Ein IS-Kämpfer hatte bereits am Tag nach dem Angriff verkündet, der Anschlag sei von zwei "IS-Sympathisanten" verübt worden. "Zwei unserer Brüder" hätten das Feuer auf die Karikaturenausstellung in Texas eröffnet, schrieb Abu Hassain al-Britani über den Kurznachrichtendienst Twitter.

Einer der beiden Täter war bereits seit Jahren im Visier der US-Sicherheitsbehörden. Das geht aus Gerichtsdokumenten hervor. Der Mann stand seit 2006 unter Beobachtung. Hintergrund waren Verbindungen zu einer Person, die nach Vermutungen des FBI eine Terrorzelle in Arizona aufbauen wollte.

Zudem soll er den Wunsch geäußert haben, sich dem Kampf von Islamisten in Somalia anzuschließen. Wegen falscher Angaben gegenüber dem FBI dazu wurde er 2011 zu einer Bewährungsstrafe von drei Jahren verurteilt. Wie die "New York Times" berichtet, wurde der Mann auch zuletzt wieder von den US-Behörden beobachtet. Dazu seien auch die Online-Aktivitäten überwacht worden. Dabei wurden aber offenbar keine Hinweise auf den bevorstehenden Angriff auf die Karikaturen-Ausstellung gefunden.

Quelle: ntv.de, tno/AFP/dpa