Politik

Rente, Gesundheit, PflegeSozialausgaben betragen ein Drittel der deutschen Wirtschaftskraft

23.07.2026, 15:47 Uhr
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Sozialleistungen wie die Pflege werden zu rund zwei Dritteln aus Beiträgen finanziert, zu einem Drittel aus staatlichen Zuschüssen. (Foto: dpa)

Die sozialen Systeme für Rente, Pflege oder Arbeitslosigkeit kosten immer mehr Geld. Sie steigen auf insgesamt mehr als 1,4 Billionen Euro. Das ist ein großer Teil dessen, was Deutschland erwirtschaftet.

Die Sozialausgaben sind im vergangenen Jahr auf fast ein Drittel der Wirtschaftsleistung in Deutschland gestiegen. Laut Bundesregierung gab es Ausgabesteigerungen in allen Sozialversicherungssystemen, allein bei der gesetzlichen Krankenversicherung plus 7,7 Prozent, bei der Pflegeversicherung plus 11,2 Prozent und bei der Rentenversicherung plus 5,8 Prozent.

Insgesamt machten die Ausgaben für Rente, Gesundheit, Pflege und ähnliche Leistungen 32 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) aus, wie aus dem vom Sozialministerium veröffentlichten Bericht zum Sozialbudget 2025 hervorgeht. Der Anteil der Sozialleistungen vom BIP stieg somit um weitere 0,7 Prozentpunkte.

Mit rund 36 Prozent machen die gesetzlichen Renten, die Pensionen und Betriebsrenten sowie Pflege- und ähnliche Leistungen weiter den größten Anteil der Sozialausgaben aus. Es folgt die medizinische Versorgung inklusive Ausgaben für Krankenhäuser und Entgeltfortzahlung mit 34 Prozent.

1431 Milliarden Euro

In der Arbeitslosenversicherung (plus 15,7 Prozent) machten sich laut Regierung weiter gestiegene Ausgaben für das Arbeitslosengeld bemerkbar. Die Ausgaben für Grundsicherung, sprich beim Bürgergeld, sanken dagegen um 1,2 Prozent. Das Sozialministerium führt dies laut "Süddeutscher Zeitung" unter anderem darauf zurück, dass die Zahl der Menschen im Bürgergeld, die arbeiten könnten, seit Anfang 2025 zurückgegangen sei und es 91.000 erwerbsfähige Leistungsbeziehende weniger als im Vorjahr gab.

Die Summe aller sozialen Leistungen betrug mehr als 1,4 Billionen oder rund 1431 Milliarden Euro. Die Sozialleistungsquote stieg auch wegen eines bereits im vergangenen Jahr als gering bezeichneten Wirtschaftswachstums. Während die Sozialleistungen um 5,7 Prozent nach oben gingen, betrug das Wirtschaftswachstum nominal (ohne Inflationsbereinigung) nur 3,3 Prozent, real nur 0,2 Prozent. Finanziert werden die Sozialleistungen unverändert zu rund zwei Dritteln aus Beiträgen, zu einem Drittel aus staatlichen Zuschüssen.

Quelle: ntv.de, mli/dpa

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