Politik

"Weg ist noch beschwerlich" Spahn: 20 Prozent Geimpfte bis Anfang Mai

Das Impfen reicht nicht aus, um die dritte Welle zu verhindern - zu dieser Einschätzung gelangt der Bundesgesundheitsminister. Ein Lichtblick: Bis Anfang Mai könnte bereits ein Fünftel der Bevölkerung gegen Corona geimpft sein, so Spahn. Spielraum für Lockerungen gebe es jedoch noch nicht.

Auch bei einer steigenden Impfquote in Deutschland sieht Bundesgesundheitsminister Jens Spahn vorerst keinen Spielraum, die Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie zu lockern. "Bis Anfang Mai werden 20 Prozent der Deutschen geimpft sein können", sagte der CDU-Politiker bei einem Besuch im Impfzentrum Messe in Berlin.

Zugleich warnte er vor einer anhaltenden Ansteckungsgefahr durch das Coronavirus. "Impfen verhindert nicht die dritte Welle, die dritte Welle wächst." Länder mit bereits höherer Impfquote wie Chile, Großbritannien oder die USA zeigten, dass Kontaktbeschränkungen weiter notwendig seien. Impfen sei der Weg aus der Pandemie, "aber der Weg ist noch beschwerlich", so Spahn.

Spahn nannte die Situation auf den Intensivstationen und in den Kliniken angesichts steigender Auslastungszahlen besorgniserregend. "Wir müssen diese dritte Welle miteinander brechen und Kontakte reduzieren", sagte er. "Vor allem im privaten Bereich, in den Schulen, auf Arbeit, wo es eben geht."

"Nicht der Weg ist entscheidend"

Der Minister appellierte an die Länder, "dort, wo eine Inzidenz von über 100 ist, die vereinbarte Notbremse konsequent umzusetzen, um die Zahlen runterzubringen". Zu Forderungen aus der CSU nach bundeseinheitlichen Regeln sagte Spahn, Ziel müsse sein, diese Welle zu brechen. "Idealerweise gibt es ein bundeseinheitliches Vorgehen." Der Mechanismus der Notbremse sei gemeinsam vereinbart. Danach müssten Landkreise, Regionen, Länder bei einer Inzidenz von mehr als 100 zusätzliche Beschränkungen regeln und Öffnungen zurücknehmen.

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"Deswegen ist nicht der Weg entscheidend, über den gerade so viel geredet wird. Ich finde viel entscheidender, dass es passiert, dass die Notbremse konsequent angewandt wird und dass wir diese Welle zügig besser früher als später brechen."

Spahn machte sich erneut stark für Erleichterungen bereits geimpfter Menschen. Es gehe darum, vollständig Geimpfte so behandeln zu können wie negativ Getestete. Abstandsregeln, Hygiene oder medizinische Schutzmasken seien für negativ Getestete wie für vollständig Geimpfte weiterhin notwendig. Getestete und Geimpfte hätten dieselben Möglichkeiten. Es müsse klargestellt sein, dass das Infektionsrisiko durch Testung oder Impfungen reduziert sei.

Quelle: ntv.de, jaz/spl/dpa/rts

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