Politik

China in einer Welt in "Aufruhr" Staatschef Xi: "Niemand kann uns schlagen"

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Die Welt mache "grundlegende und beispiellose Veränderungen durch", sagte Xi Jinping.

(Foto: REUTERS)

Fünf Tage nach der Erstürmung des Kapitols breitet Chinas Staatschef Xi vor den Kadern der Partei seine Sicht auf die Welt aus. Darin konstatiert er unruhige Zeiten. Deswegen müsse China noch mehr auf eigenen Füßen stehen, um unabhängiger von äußeren Einflüssen zu werden.

Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping sieht die Welt in "Aufruhr" und will China mit mehr Eigenständigkeit "unbesiegbar" machen. In einer Grundsatzrede, die im Parteimagazin "Qiushi" (Wahrheit) veröffentlicht wurde, lobt sich Xi Jinping für den Umgang mit der Pandemie und ruft China zu mehr Selbstständigkeit auf. "Danach zu urteilen, wie unterschiedliche Führungen und politische Systeme in der Welt mit der Pandemie umgegangen sind, können wir deutlich sehen, wer es besser gemacht hat."

Der Präsident hielt die Rede bereits am 11. Januar während einer Studiensitzung an der Parteischule - fünf Tage nach der Erstürmung des US-Kongresses in Washington durch Anhänger des abgewählten US-Präsidenten Donald Trump. Es ist in China üblich, dass solche Grundsatzreden erst mit großer Verspätung veröffentlicht und damit den Parteimitgliedern auch zum Studium vorgelegt werden.

Die Welt mache "grundlegende und beispiellose Veränderungen durch", sagte Xi Jinping. Das auffallendste Merkmal der heutigen Welt könne mit einem Wort zusammengefasst werden: "Aufruhr." "Und es sieht so aus, als wenn diese Situation noch einige Zeit andauern wird", sagte der chinesische Präsident. Die Herausforderungen und Möglichkeiten seien enorm und beispiellos - "aber allgemein sind unsere Möglichkeiten größer als die Herausforderungen".

Globalisierung erlebt Gegenströmungen

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Da die Globalisierung gerade Gegenströmungen erlebe, müsse China verstehen, wie es das Verhältnis zwischen Eigenständigkeit und Öffnung zur Welt handhaben sollte. Er rief das Land dazu auf, mit der internationalen Arbeitsteilung angemessen umzugehen und die nationale Sicherheit zu schützen. Ausländisches Kapital solle gut genutzt, während die Sicherheit regelmäßig überprüft werden sollte.

"Solange wir auf eigenen Füßen stehen und selbstständig sind, daheim einen lebendigen Strom von Waren und Dienstleistungen aufrechterhalten, werden wir unbesiegbar sein - egal, wie die Stürme international wechseln", sagte Xi Jinping. "Niemand kann uns schlagen oder die Luft abdrehen." Er warb für einen neuen Rahmen für die Entwicklung, der die Überlebensfähigkeit, Wettbewerbsfähigkeit, Stärke und Nachhaltigkeit Chinas "in allen vorhersehbaren und unvorhersehbaren Stürmen" verbessere.

Quelle: ntv.de, jwu/dpa

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