Politik

Firmen sollen mehr bezahlenStädte und Gemeinden fordern stärkeren "Anreiz zum Wassersparen"

16.07.2026, 02:28 Uhr
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Blick-vom-Deutzer-Rheinufer-auf-den-Koelner-Dom-und-die-Hohenzollernbruecke-bei-Niedrigwasser-Mit-einem-Pegelstand-von-100-cm-gibt-der-Rhein-historische-Holzpfaehle-frei-deren-Herkunft-und-Zweck-bis-heute-ungeklaert-sind
Auch in Flüssen wie dem Rhein ist der Pegelstand aufgrund der wenigen Regenschauer derzeit niedrig - wie in Köln. (Foto: picture alliance / Bonn.digital)

Deutschlands Städte und Gemeinden rufen zu einem sorgsameren Umgang mit Grundwasser auf. Dieses sei mit Blick auf Klimaveränderungen künftig auch hierzulande keine "unbegrenzte Ressource" mehr. Sie fordern mehrere Maßnahmen.

Angesichts eines regional womöglich drohenden Wassermangels hat der Deutsche Städtetag zu einem bewussteren Umgang mit dem kostbaren Gut aufgerufen. "Früher galt Wasser in Deutschland vielen als unbegrenzte Ressource. Dem ist nicht mehr so", sagte Hauptgeschäftsführer Christian Schuchardt den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Der Deutsche Städtetag vertritt die Interessen von rund 3400 Städten und Gemeinden in Deutschland. Die heißen Sommer der vergangenen Jahre hätten gezeigt, dass es auch in Deutschland saisonal und regional zu Wasserknappheit kommen könne, warnte Schuchardt. "Auch in diesem Jahr ist die Situation wieder besonders drastisch, die Temperaturen im Juni haben Rekordwerte erreicht."

Zugleich versicherte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetags, dass die Wasserversorgung in Deutschland insgesamt immer noch sicher sei. Es müsse aber deutlich bewusster mit Grundwasser sowie mit Wasser aus Flüssen, Bächen und Seen umgegangen werden.

Bund und Länder sollten gemeinsam für möglichst einheitliche Entnahmeentgelte aus Grundwasser und Oberflächengewässern sorgen, forderte Schuchardt. "Dabei geht es ausdrücklich nicht um Gebühren für Privathaushalte, sondern vor allem um die kommerzielle Wasserentnahme." Dabei müsse auch ein "Anreiz zum Wassersparen" gesetzt werden. Zudem sollten die Mittel aus den Entgelten vermehrt für Maßnahmen zum Gewässerschutz und zur Klimaanpassung eingesetzt werden.

Quelle: ntv.de, bho/AFP

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