Politik

Forderung der Umwelthilfe Städtetag ist gegen Feuerwerksverbot

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Nach dem Wunsch der Umwelthilfe soll das Silvester-Feuerwerk nur noch am Stadtrand professionell zelebriert werden.

(Foto: dpa)

Die Feinstaub-Belastung steigt in der Silvesternacht extrem an. Schuld sind Böller und Raketen. Deswegen bringt die Deutsche Umwelthilfe ein Verbot von Feuerwerk in Innenstädten ins Gespräch. Vom Städtetag erhält der Verein aber eine Abfuhr.

Der Deutsche Städtetag will von einem Feuerwerksverbot in den Innenstädten an Silvester nichts wissen. Zwar belasteten die Böller und Raketen Umwelt und Gesundheit "in einem gewissen Umfang", sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbands, Helmut Dedy, dem "Handelsblatt". "Daraus die Forderung abzuleiten, Silvesterfeuerwerk an den Stadtrand zu verlagern, geht mir jedoch zu weit."

Die Deutsche Umwelthilfe hatte zuvor gefordert, in Städten mit starker Luftbelastung das private Böllern zu verbieten und stattdessen professionelles Feuerwerk am Stadtrand zu veranstalten. Die Organisation verwies zur Begründung auf Daten des Umweltbundesamts, wonach in der Silvesternacht die Feinstaub-Belastung in Städten extrem ansteigt.

In manchen Kommunen gibt es bereits Beschränkungen für das private Feuerwerk aus Sicherheitsgründen. Dies unterstützte Dedy im Gespräch mit dem "Handelsblatt". "Die städtischen Feierzonen sind zu schützen vor Unfällen und Gefährdungssituationen, die leider zum Teil auch mutwillig herbeigeführt werden", sagte er.

Grundsätzlich stünden die Menschen "ganz unterschiedlich" zum Feuerwerk, sagte der Städtetags-Funktionär. "Viele aber erfreuen sich Silvester daran, wenn es verantwortungsvoll gehandhabt wird." Eine Verlagerung an den Stadtrand würde "vielen Menschen diese Freude nehmen".

Quelle: n-tv.de, fzö/AFP

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