Politik

Schwierige Gespräche in Astana Syrien-Konferenz bringt keinen Durchbruch

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Treffen in großer Runde: Direkt miteinander reden, wollten Vertreter von Rebellen und Assad in Astana nicht.

(Foto: REUTERS)

Mit deutlichen Worten beginnen in der kasachischen Hauptstadt Astana die Syrien-Gespräche. Direkt miteinander reden, wollen die Vertreter des syrischen Machthabers Assad und der Rebellen nicht. Dennoch äußern Beteiligte vorsichtigen Optimismus.

Der erste Verhandlungstag der Syrien-Konferenz in der kasachischen Hauptstadt Astana ist ohne greifbare Fortschritte zu Ende gegangen. Dies teilten Vertreter der syrischen Regierung und ein Sprecher der Rebellen mit. Aus Verhandlungskreisen verlautete, dass die Gespräche am Dienstag fortgesetzt werden sollten. Es gebe Grund für vorsichtigen Optimismus, dass Fortschritte erzielt werden könnten.

Zum Auftakt der Gespräche wählten die Beteiligten deutliche Worte. Der Unterhändler der Oppositionsgruppen, Mohammed Allusch, bezeichnete die syrische Regierung als "herrschende Bande". Er lehnte direkte Gespräche mit den Vertretern des syrischen Machthabers Assad zunächst ab. Zudem werden die Rebellen seinen Angaben zufolge nur über die Stärkung der Feuerpause und humanitäre Hilfe für die Zivilbevölkerung sprechen.

Der Vertreter des Präsidenten Baschar al-Assad, der syrische UN-Botschafter Baschar al-Dschafari, nannte Allusch daraufhin den Führer einer "Delegation von bewaffneten Terroristen". Er warf ihm schlechte Manieren vor.

Überwachungsplan in Arbeit?

Russland und die Türkei als Schutzmächte der syrischen Truppen und der Rebellen hatten zu dem Treffen eingeladen. Sie wollen die Waffenruhe stabilisieren, die seit Dezember gilt. Diese wird als Voraussetzung für direkte Friedensverhandlungen in Genf ab dem 8. Februar gesehen.

Der UN-Vermittler für Syrien, Staffan de Mistura, forderte von den Schutzmächten einen gemeinsamen Mechanismus zur Überwachung einer Waffenruhe. Die russische Nachrichtenagentur Tass berichtete, dass Moskau, Ankara und auch der Iran als Mitinitiator einen entsprechenden Plan am Ende der zweitägigen Gespräche ankündigen wollten.

Quelle: n-tv.de, chr/AFP/rts

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