Politik

"Aggressive" Werbung fürs Impfen Ted Cruz ätzt gegen Elmo aus der Sesamstraße

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Zwei Welten prallen aufeinander: Elmo und Ted Cruz (rechts).

(Foto: AP Photo: Victoria Will/Michael Wyke/ntv.de)

Um politische Glaubenssätze zu verteidigen, machen Republikaner wie Ted Cruz auch vor Kindersendungen wie der "Sesamstraße" nicht halt. Als "Elmo" für Corona-Impfungen für Kinder wirbt, platzt dem texanischen Senator der Kragen. Es ist nicht das erste Mal, dass eine fiktive Figur angegangen wird.

US-Politiker Ted Cruz - bekannt als Hardliner der Republikanischen Partei - hat auf Twitter einen Beitrag der "Sesamstraße" zu Corona-Impfungen kritisiert. Die TV-Sendung hatte am Dienstag für die Impfung von Kindern geworben. In einem Tweet der Figur "Elmo", einer Puppe mit rotem Fell, hieß es: "Elmo hat heute seine Corona-Impfung bekommen, genau wie Elmos Mama und Papa. Elmos Papa hatte viele Fragen, aber Elmos Arzt hat gesagt, die Impfung helfe dabei, dass Elmo gesund bleibt - so wie alle Freunde von Elmo und seine Familie."

Der texanische Senator Cruz schrieb daraufhin: "Vielen Dank, Sesamstraße, dass ihr Eltern erlaubt, Fragen zu stellen. Und dann lasst ihr Elmo aggressiv für die Impfung von unter 5-Jährigen werben. Aber bringt keine wissenschaftlichen Beweise dafür." Viele Medien und Twitter-Nutzer griffen den Beitrag von Cruz auf. Der "Washington Post" zufolge ist es auch nicht das erste Mal, dass sich der konservative Politiker mit einer Puppe der "Sesamstraße" anlegt. Im vergangenen Jahr habe er die Figur Bibo - ein großer, gelber Vogel - kritisiert, als dieser seine Impfung erhalten habe.

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Mitte Juni hatte sich die US-Gesundheitsbehörde CDC für den Einsatz von Coronavirus-Impfstoffen bei Kindern im Alter zwischen sechs Monaten und fünf Jahren ausgesprochen. US-Präsident Joe Biden nannte die Entscheidung einen "riesigen Schritt nach vorn im Kampf unseres Landes gegen das Virus". Für die Eltern im Land sei dies ein Tag der Erleichterung.

Die Impfungen seien nach "ausführlicher wissenschaftlicher Überprüfung" genehmigt worden und seien "sicher und wirksam", betonte der Präsident am 21. Juni. Falls Eltern Fragen dazu hätten, sollten sie diese mit ihrem Arzt besprechen. Biden forderte zudem, die Impfungen nicht politisch zu instrumentalisieren. "Das ist keine Zeit für Politik. Es geht darum, dass Eltern alles in ihrer Macht Stehende tun können, um ihre Kinder zu schützen", sagte Biden. Unmittelbar zuvor hatte Biden in der Hauptstadt Washington ein Impfzentrum für Kinder besucht.

Quelle: ntv.de, fzö/dpa

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