"Feind will Terror verbreiten"Teheran warnt vor "schärferer" Reaktion bei neuen Protesten

Anfang des Jahres lässt die iranische Führung die Proteste im Land brutal niederschlagen. Nun drohen die Revolutionsgarden zukünftigen Demonstranten mit einem noch härteren Vorgehen. Die Luftangriffe auf den Iran dauern indes an - und werden nach israelischen Angaben intensiviert.
Die iranischen Revolutionsgarden haben die Menschen im Iran mit eindringlichen Worten vor neuen Protesten gewarnt. Die Reaktion auf neuerliche Demonstrationen werde "schärfer" ausfallen als bei der Protestwelle im Januar, als tausende Menschen getötet wurden, teilten die Revolutionsgarden mit. "Heute versucht der Feind, der seine militärischen Ziele vor Ort nicht erreichen kann, erneut, Terror zu verbreiten und Unruhen zu provozieren", erklärten die Revolutionsgarden in einer im Fernsehen verbreiteten Mitteilung.
Die Streitkräfte Israels und der USA setzen derweil ihre Angriffe auf den Iran fort. Am Morgen erschütterte eine Serie schnell aufeinanderfolgender Explosionen die iranische Hauptstadt Teheran. Die ungewöhnlich heftigen Explosionen ereigneten sich gegen 10 Uhr Ortszeit (07.30 Uhr MEZ).
Die im Norden und im Zentrum Teherans gelegenen Wohnungen der beiden Journalisten, die mehrere Kilometer auseinander liegen, bebten bei den Explosionen. Unklar ist, welchen Zielen die Angriffe in Teheran galten. Zwei schwarze Rauchwolken stiegen über dem Osten und dem Norden der Stadt auf.
Israel verkündet großangelegte Angriffswelle
Am Morgen gab das israelische Militär den Beginn einer neuen großangelegten Angriffswelle auf Teheran bekannt. Iranische Staatsmedien berichteten von mehreren Explosionen und Kampfjets über der Millionenstadt Karadsch westlich der Hauptstadt.
Die USA und Israel hatten am 28. Februar mit Luftangriffen den Krieg im Nahen Osten begonnen. Bereits am ersten Kriegstag töteten sie den obersten Anführer Ajatollah Ali Chamenei und weitere Mitglieder der iranischen Führung. Teheran reagiert seitdem mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel sowie auf mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Golfregion. Inzwischen hat der Iran mit Chameneis Sohn Modschtaba Chamenei ein neues Oberhaupt.