Politik

Trumps Herzensprojekt fortführen Texas baut eigene Grenzmauer zu Mexiko

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Stahlstangen nach trump'schem Vorbild sollen Migranten aus Mexiko abhalten.

(Foto: picture alliance/dpa/ZUMA Wire)

Eine "wunderschöne Mauer" zu Mexiko verspricht Donald Trump, bevor er US-Präsident wird. Sein Nachfolger Joe Biden stoppt das Projekt aber umgehend. Das missfällt dem texanischen Gouverneur Greg Abbott. Der will jetzt seine eigenen Barrieren errichten.

Texas hat mit dem Bau einer eigenen "Mauer" aus riesigen Stahlstangen an der Grenze zu Mexiko begonnen. "Texas unternimmt einen für einen Bundesstaat beispiellosen Schritt zum Schutz der Souveränität der Vereinigten Staaten und unseres Staates", sagte der texanische Gouverneur Greg Abbott auf einer Pressekonferenz. Eine solche Mauer sei notwendig, weil die Regierung von US-Präsident Joe Biden "ihre Aufgabe nicht erfüllt hat", sagte er von Rio Grande City aus vor einem Kran und Stahlstangen.

Der Gouverneur, dem nachgesagt wird, dass er selbst Ambitionen auf das Weiße Haus hat, prangerte die "tödlichen Folgen" von Bidens Grenzpolitik an. "Diese Grenzmauer, die Sie hinter uns sehen, ist eine Nachbildung der Grenzmauer, die Präsident Trump errichtet hat - gleiches Material, gleiches Konzept", fügte er hinzu und bezog sich dabei auf Bidens Vorgänger Donald Trump.

Trump hatte vor seiner Wahl zum Präsidenten 2016 versprochen, eine "wunderschöne Mauer" an der rund 3.200 Kilometer langen Südgrenze zu errichten, um Einwanderer ohne Papiere sowie Kriminelle fernzuhalten. Der spätere US-Präsident hatte damals mit beleidigenden und rassistischen Äußerungen über mexikanische und zentralamerikanische Einwanderer polarisiert. Die Mauer wurde zu einem der wichtigsten Projekte seiner Amtszeit. Mehr als 700 Kilometer der Grenze wurden gesichert, wobei mit seiner "Mauer" vor allem bestehende Barrieren ersetzt wurden.

Als Biden im Januar dieses Jahres sein Amt antrat, wurden die Arbeiten gestoppt. Der demokratische Präsident wird von vielen Seiten für seinen Umgang mit der illegalen Einwanderung kritisiert: Die einen finden seine Politik immer noch zu hart, die anderen fordern noch härtere Maßnahmen.

Quelle: ntv.de, hny/AFP

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