Politik

Trump in Davos gelandetTreffen zwischen Trump und Merz fällt wohl aus

21.01.2026, 13:40 Uhr
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Die Regierungsmaschine des US-Präsidenten hatte aufgrund technischer Probleme kurz nach dem Start kehrtmachen müssen. (Foto: picture alliance/dpa/AP)

US-Präsident Trump ist ein bang erwarteter Gast auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos. In seiner Rede soll es auch um die Besitzansprüche auf Grönland gehen. Ein von Bundeskanzler Merz erhofftes Treffen kann voraussichtlich nicht stattfinden.

Nach einer technischen Panne und einem Flugzeugwechsel ist US-Präsident Donald Trump am Mittag in der Schweiz gelandet. Dort will er am Nachmittag auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos eine Rede halten, in der es auch um die von den USA angestrebte Einverleibung Grönlands gehen soll. Es ist das erste Mal seit 2020, dass Trump an der Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums persönlich teilnimmt.

Ein von Bundeskanzler Friedrich Merz erhofftes Treffen mit Trump beim Weltwirtschaftsforum kommt voraussichtlich nicht zustande. Grund dafür sei die "verspätete Ankunft des US-Präsidenten", hieß es aus deutschen Regierungskreisen. Merz hatte vor allem wegen Trumps Besitzansprüchen auf die Arktisinsel Grönland auf ein Treffen mit dem US-Präsidenten gesetzt.

"Ich will es nicht, aber wenn es nötig ist, dann werden wir natürlich auch unsere europäischen Interessen, auch unsere deutschen nationalen Interessen schützen", sagte Merz. Merz machte deutlich, dass er die Sorge um militärische Sicherheit Grönlands in der längeren Perspektive ernst nehme. Der Kanzler wies darauf aber auch hin, dass die USA einmal selbst über 30.000 Soldaten auf Grönland hatten.

"Es sind zurzeit unter 200. Also offensichtlich ist die Bedrohungsanalyse auch der Vereinigten Staaten selbst nicht so dramatisch, wie sie im Augenblick vorgetragen wird. Was nicht heißt, dass sie nicht wieder größer werden könnte", sagte der Kanzler. Trump will, dass die USA die Arktisinsel von Dänemark übernehmen und verweist auf angebliche Sicherheitsinteressen.

Quelle: ntv.de, raf/dpa/AFP

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