Vance sieht "große Fortschritte"Trump: Iran soll Hisbollah zur Räson bringen

Der Konflikt Israels mit der Hisbollah steht einem Frieden zwischen dem Iran und den USA im Weg. US-Präsident Trump sieht die Verantwortung für die Beendigung der Eskalation im Libanon bei Teheran. Und er droht mit weiteren Angriffen, sollten Irans Verbündete weiter "Probleme verursachen".
Kurz nach Beginn der Verhandlungen mit dem Iran in der Schweiz hat US-Präsident Donald Trump der Führung in Teheran mit neuen Angriffen gedroht, sollte sie ihre Verbündeten im Libanon nicht unter Kontrolle halten. "Der Iran muss unverzüglich verhindern, dass seine hochbezahlten, an ihn angeschlossenen Gruppen im Libanon Probleme verursachen", schrieb Trump in seinem Onlinedienst Truth Social.
"Wenn sie das nicht tun, werden wir den Iran erneut sehr hart angreifen, so wie wir es letzte Woche getan haben, wenn nicht noch härter." Der US-Präsident bezog sich auf die vom Iran finanzierte Hisbollah-Miliz im Libanon, die sich in den vergangenen Tagen heftige Gefechte mit der israelischen Armee lieferte.
Das am Mittwoch zwischen den USA und dem Iran vereinbarte Rahmenabkommen sieht eine sofortige Waffenruhe für die gesamte Region einschließlich des Libanon vor. Allerdings waren Israel und die Hisbollah an dem Abkommen nicht beteiligt. Nach dem Beginn des Iran-Krieges hatte die Hisbollah-Miliz Anfang März Israel angegriffen. Die israelische Armee reagierte mit Luftangriffen auf Ziele im Libanon und rückte zudem mit Bodentruppen im Süden des Landes vor.
Am frühen Nachmittag hatten im Schweizer Luxushotel Bürgenstock die Verhandlungen zwischen Unterhändlern aus den USA und dem Iran sowie den Vermittlern aus Pakistan und Katar begonnen. Ziel der Gespräche ist es, die Bestimmungen des Rahmenabkommens zur dauerhaften Beendigung des Krieges zu konkretisieren.
Vance: "Werden weitere Fortschritte machen"
Kurz nach Beginn der Verhandlungen in der Schweiz zeigte sich US-Vizepräsident JD Vance optimistisch. "Der Präsident hat uns aufgefordert, ein neues Kapitel aufzuschlagen und unser Verhältnis zum iranischen Volk neu auszurichten", sagte Vance unter Bezug auf Trump. "Allein in den vergangenen Stunden haben wir bereits große Fortschritte erzielt, und ich gehe davon aus, dass wir weitere Fortschritte machen werden."
Die erste Gesprächsrunde startete nach Angaben des Vermittlers Katar am Sonntagnachmittag. Dabei seien neben Vertretern aus den USA und dem Iran auch Delegationen der vermittelnden Länder Pakistan und Katar vertreten gewesen. Man habe die Hoffnung, dass die Treffen zu einer "umfassenden und dauerhaften Einigung führen zu allen Punkten im Rahmenabkommen", auf das Washington und Teheran sich geeinigt haben, hieß es.
Es solle um einen Waffenstillstand im Libanon, ungestörten Ölexport und die Freigabe eingefrorener Vermögenswerte gehen, so Irans Außenamtssprecher Ismail Baghai. Eine endgültige Vereinbarung, auch zum Umgang mit Teherans umstrittenem Atomprogramm, soll dem Rahmenabkommen zufolge innerhalb von 60 Tagen ausgehandelt werden.