"Konstruktive Gespräche"Trump: Werden Iran nicht vor den US-Zwischenwahlen angreifen

Laut Medienberichten bereitet sich das US-Militär auf neue Angriffe gegen den Iran vor. Nun meldet sich Präsident Trump in der Sache zu Wort. Vor den Midterms Anfang November werde es keine Attacken gegen Teheran geben, schreibt der Republikaner auf seiner Plattform Truth Social.
Nach Medienberichten über mögliche neue US-Angriffe auf iranische Ziele noch vor den Midterms hat US-Präsident Donald Trump eine Wiederaufnahme von Militäreinsätzen dementiert. "Wir werden den Iran zu keinem Zeitpunkt vor den Zwischenwahlen, die am 3. November in den Vereinigten Staaten stattfinden, angreifen", schrieb er auf seiner Plattform Truth Social.
Die US-Regierung führe unterdessen "konstruktive Gespräche" mit Teheran, schrieb Trump weiter. Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hatte zuvor auf seinem Telegramkanal geschrieben, dass die Regierung in Teheran eine Antwort aus den USA prüfe. Man habe Washington einen "Sieben-Tage-Plan" übermittelt und eine Antwort erhalten - darauf wolle man in wenigen Tagen reagieren, hieß es.
Zuvor hatten mehrere US-Medien darüber berichtet, dass die US-Regierung in ihrem festgefahrenen Krieg neue Angriffe auf Ziele im Iran erwägt. Dabei könnten größere Militäreinsätze in den kommenden Wochen noch vor den wichtigen US-Zwischenwahlen wieder aufgenommen werden, berichteten das Nachrichtenportal Axios und der US-Sender NBC News unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Eine Entscheidung darüber sei allerdings bislang nicht gefallen.
Der Krieg ist unter den US-Amerikanern unbeliebt, weil die Lebenshaltungskosten und Spritpreise infolge der Blockade der Straße von Hormus rasant nach oben geklettert sind. Eine militärische Eskalation würde die ohnehin schon hohen Ölpreise noch weiter verteuern, nachdem diese bereits wegen des gestörten Rohstoffhandels in der Meerenge in den vergangenen Monaten gestiegen waren. Das dürfte Trumps Republikanern kaum bei den anstehenden Wahlen helfen. Bei den Midterms wählen die Amerikaner rund ein Drittel der Senatorinnen und Senatoren neu sowie das gesamte Repräsentantenhaus.
