Politik

"Wir werden reden"Trump ändert seinen Ton gegenüber Kuba

12.05.2026, 17:02 Uhr
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US-Präsident Donald Trump behauptet, Kuba sei ein "gescheitertes Land". (Foto: picture alliance / abaca)

Donald Trump droht Kuba wiederholt mit einer Übernahme durch die USA. Jetzt inszeniert sich der US-Präsident plötzlich als Helfer und stellt dem Land Gespräche in Aussicht. Doch vorher reist er zu einem seiner größten Rivalen.

Nach Monaten verschärften Vorgehens gegen Kuba hat US-Präsident Donald Trump Gespräche mit der Regierung in Havanna in Aussicht gestellt. Der karibische Inselstaat habe um Hilfe gebeten, teilte Trump auf seiner Online-Plattform Truth Social mit. "Wir werden reden", fügte er hinzu, ohne Details zu nennen. Kuba sei ein "gescheitertes Land", das "sich nur in eine Richtung bewegt - nach unten", schrieb Trump. Zugleich verwies er auf seine anstehende Reise nach Peking: "In der Zwischenzeit mache ich mich auf den Weg nach China!"

Trump hatte den Druck auf Kuba in den vergangenen Monaten massiv erhöht. Nachdem das US-Militär Anfang Januar den Staatschef des langjährigen kubanischen Verbündeten Venezuela, Nicolás Maduro, festgenommen hatte, drohte Trump, Kuba sei "als Nächstes" an der Reihe. Der US-Präsident hatte wiederholt gesagt, die USA wollten Kuba "übernehmen". Das nährte auf der Insel Befürchtungen einer militärischen Intervention.

Zudem verhängte die US-Regierung neue Finanzsanktionen, blockierte Treibstofflieferungen und schränkte Reisen sowie Geldüberweisungen auf die Insel ein. Erst in der vergangenen Woche hatten die USA ihre Sanktionen gegen Kuba verschärft. Das Außenministerium in Washington erklärte, die neuen Strafmaßnahmen träfen unter anderem das kanadische Bergbauunternehmen Sherritt, das daraufhin das Ende eines Joint Ventures in Kuba ankündigte. Mit weiteren Sanktionen wurde zudem der kubanische Mischkonzern Gaesa belegt. Die vom Militär gestützte Gruppe kontrolliert Schätzungen zufolge rund 40 Prozent der kubanischen Wirtschaft.

Trump reist in dieser Woche nach China und wird dort am Donnerstag und Freitag mit Präsident Xi Jinping zusammentreffen. Die Regierung in Peking hatte die USA zuletzt aufgefordert, das Embargo und die Sanktionen gegen Kuba aufzuheben. Es ist die erste China-Reise Trumps seit seiner ersten Amtszeit 2017.

Quelle: ntv.de, nbr/rts/AFP

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