Politik

Schlammschlacht bei Republikanern Trump bekundet Reue

e30a5e4683272f52e6cf8278319cddfd.jpg

Als "wimmernder Feigling" beschimpft: Donald Trump.

(Foto: AP)

Der Wahlkampf der Republikaner wird immer schmutziger: Die Ehefrau des einen Kandidaten wird nackt abgebildet, die andere mit unvorteilhaft verzerrtem Gesicht. Der Milliardär Trump gibt jetzt allerdings einen Fehler zu.

Der republikanische US-Präsidentschaftsbewerber Donald Trump bedauert nach eigener Aussage die Veröffentlichung eines unvorteilhaften Fotos der Frau seines innerparteilichen Konkurrenten Ted Cruz. "Ja, es war ein Fehler", zitierte die "New York Times"-Kolumnistin Maureen Dowd Trump in ihrer Kolumne.

Trump und Cruz hatten sich in den vergangenen Tagen immer heftiger gegenseitig angegriffen. Eine gegen Trump gerichtete politische Gruppe hatte im März eine Kampagne mit einem Foto von Trumps Frau Melania aus dem Magazin "GQ" gestartet. Das Bild, auf dem das Ex-Model nackt und mit Handschellen an einen Aktenkoffer gekettet posiert, wurde mit den Worten "Triff auf Melania Trump, Deine nächste First Lady" untertitelt.

Trump hatte ein Foto seiner 45-jährigen Frau daraufhin mit einem Bild von Cruz' Frau Heidi mit einem verzerrten Gesichtsausdruck über Twitter verschickt. Ein Schriftband kommentierte: "Nicht nötig, alles auszuplaudern. Diese Bilder sagen so viel wie tausend Worte." Die 43-jährige Frau von Ted Cruz ist Investmentbankerin bei Goldman Sachs, hat aber eine Auszeit genommen, um ihren Mann im Wahlkampf zu unterstützen.

Als Reaktion auf den Tweet hatte Cruz vor Journalisten seinem Ärger Luft gemacht und direkt an Trump gewandt gesagt: "Donald, Du bist ein wimmernder Feigling, und lass verflucht noch mal Heidi in Ruhe!"

Trump punktet nicht bei Frauen

Dem Angesprochenen ist die Schlammschlacht nun offenbar etwas unangenehm. "Wenn ich das noch mal zu tun hätte, hätte ich das nicht geschickt", sagte er laut "New York Times".

Trump führt zwar im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner. Umfragen zufolge schneidet er aber landesweit bei Frauen schlecht ab. Vor ein paar Tagen sorgte er mit der Forderung für Wirbel, Frauen für illegale Abtreibungen zu bestrafen. Nach einem Sturm der Entrüstung nahm der US-Milliardär die Äußerung zurück und erklärte, nicht die Frau, sondern der Arzt sollte bestraft werden.

Quelle: n-tv.de, ghö/AFP