Politik
Viele Dreamer sind als Kinder in die USA gekommen und arbeiten mittlerweile oder besuchen die Universität.
Viele Dreamer sind als Kinder in die USA gekommen und arbeiten mittlerweile oder besuchen die Universität.(Foto: imago/UPI Photo)
Freitag, 26. Januar 2018

US-Pass im Gegenzug für Mauerbau: Trump bietet Einbürgerung der Dreamer an

Im Streit um die Einwanderungspolitik der USA scheint eine Einigung gefunden: US-Präsident Donald Trump stellt 1,8 Millionen illegalen Migranten die Einbürgerung in Aussicht. Als Gegenleistung verlangt er Milliarden für seine Grenzmauer.

Im Streit um die Einwanderungspolitik bietet US-Präsident Donald Trump 1,8 illegal ins Land gekommenen jungen Einwanderern den Weg zur US-Staatsbürgerschaft an. Im Gegenzug dafür fordert er nach Angaben des Weißen Hauses 25 Milliarden Dollar (20,2 Milliarden Euro) für den Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko. Kommende Woche will Trump seinen Plan dem Kongress vorlegen. Demnach können die sogenannten Dreamer in zehn bis zwölf Jahren die US-Staatsbürgerschaft erhalten.

Trumps Plan sieht außerdem vor, die Green-Card-Lotterie zur Verlosung von Aufenthaltsgenehmigungen abzuschaffen, die Einwanderung von Familien will er stark einschränken. "Das Ministerium für Heimatschutz muss das Handwerkszeug haben, um illegale Einwanderer abzuhalten", sagte ein Vertreter des Weißen Hauses zu Journalisten. "Es muss die Fähigkeit haben, Individuen auszuweisen, die illegal in die Vereinigten Staaten gekommen sind und es muss die entscheidenden Behörden haben, um die nationale Sicherheit zu schützen."

Die sogenannten Dreamer sind noch bis März durch ein von Trumps Vorgänger Barack Obama erlassenes Dekret namens Daca vor der Abschiebung aus den USA geschützt. Fast 700.000 junge Einwanderer dürfen dadurch legal in den USA arbeiten oder studieren. Trump hatte das Dekret im September aufgehoben, jedoch bis März verlängert, um dem Kongress Zeit für eine Lösung zu geben. Die Zahl 1,8 Millionen schließt auch diejenigen jungen Einwanderer ein, die sich nicht unter den Schutz des Daca-Programms begeben haben.

Quelle: n-tv.de