"Wir beobachten das sehr genau"Trump droht Teheran nach Gewalt gegen Demonstranten

Die regierungskritischen Proteste im Iran dauern seit über einer Woche an, mehrere Demonstranten kommen ums Leben. US-Präsident Trump blickt nach Teheran und erwägt ein "sehr hartes" Eingreifen der USA.
Angesichts von Berichten über Todesopfer bei den jüngsten regierungskritischen Protesten im Iran hat US‑Präsident Donald Trump der Führung in Teheran erneut mit einem Eingreifen gedroht. "Wir beobachten das sehr genau", sagte Trump während eines Fluges nach Washington vor Journalisten.
"Wenn sie damit anfangen, Leute zu töten, wie sie es in der Vergangenheit auch getan haben, dann werden sie, denke ich, von den Vereinigten Staaten sehr hart getroffen werden", drohte Trump in Richtung Teheran. Er ließ unklar, welche Schritte die USA möglicherweise erwägen.
Die vor allem von einer Wirtschaftskrise und sehr hoher Inflation ausgelösten landesweiten Proteste im Iran dauern inzwischen seit rund einer Woche an. Dabei sollen einer Menschenrechtsorganisation zufolge bislang mindestens 19 Demonstranten getötet worden sein.
Hunderte weitere Menschen seien verletzt und festgenommen worden, teilte Iran Human Rights mit Sitz in Oslo am Sonntag mit. Zudem sollen die Behörden zumindest in einigen Gebieten schwere Waffen eingesetzt haben, um Proteste niederzuschlagen. Die iranische Regierung macht keine Angaben zu den Unruhen und Opfern. Daher stützen sich aktuelle Angaben vor allem auf Berichte in sozialen Medien und von Aktivisten im Ausland. Diese Berichte können nicht unabhängig verifiziert werden.