Gipfel mit Putin und Xi möglichTrump: "Russland hat sich in Bezug auf Ukraine korrekt verhalten"
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Drei Großmächte besprechen sich: Was zunächst für manche Beobachter wie ein abwegiger Vorschlag des russischen Präsidenten Putin klang, könnte Wirklichkeit werden. Ob bei einem solchen Treffen allerdings ein Ende des Ukraine-Krieges im Fokus stünde, ist unklar.
US-Präsident Donald Trump hat Russlands Präsident Wladimir Putin zum Thema Ukraine derzeit nicht viel zu sagen. "Russland hat sich, ehrlich gesagt, in Bezug auf die Ukraine korrekt verhalten. Sie haben nicht viel gemacht", sagte Trump. In der Nacht zuvor hatte Russland Kiew mit mehr als einem Dutzend ballistischer Raketen angegriffen und fast 30 Energieanlagen im ganzen Land ins Visier genommen.
Darum würde er bei einem möglichen Dreiergipfel mit dem russischen Präsidenten und Chinas Staatschef Xi Jinping vor allem "über Atomwaffen und die Denuklearisierung" beraten, sagte Trump. Fest vereinbart oder gar detailliert terminiert sei ein solches Dreiertreffen allerdings noch nicht. "Ich würde es tun", fügte Trump aber auf dem Rasen vor dem Weißen Haus, direkt vor dem Abflug zu einer Wahlkampfveranstaltung in Kansas, hinzu.
Bei einem solchen Gipfel könnte dann auch der Ukraine-Krieg zur Sprache kommen, sagte Trump. Er werde dabei "alles tun, was ich tun kann, um den Krieg zu beenden". Laut "Wall Street Journal" hat Putin das Treffen vorgeschlagen, das am Rande des Gipfels der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (Apec) am 18. und 19. November im chinesischen Shenzhen stattfinden soll.
Trump: Selenskyj soll andere verhandeln lassen
Aus der Ukraine kommt scharfe Kritik, da Präsident Wolodymyr Selenskyj nicht eingeladen ist. Ein solches Treffen würde Putin "ermutigen, diesen Krieg fortzusetzen", erklärte der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha. Kreml-Chef Putin könne den Krieg weder gewinnen, "noch will er ihn beenden".
Die Spannungen zwischen Washington und Kiew hatten zuletzt zugenommen. Trump hatte am Freitag bereits beschlossene Sanktionen gegen Russland für 60 Tage ausgesetzt und zuvor mit Moskau russische Diesellieferungen in die USA vereinbart. Er wolle "nichts tun, was Russland törichterweise vom Verhandlungstisch wegbringen würde", sagte Trump am Sonntag zur Verteidigung der Sanktionspause gegen Kritik auch aus seiner Republikanischen Partei.
Trump bekräftigte zugleich seine Forderung nach einer Ablösung Selenskyjs. Es sei "an der Zeit, dass jemand anderes im Namen der Ukraine verhandelt", sagte der US-Präsident. Erneut griff Trump Selenskyj scharf an: Der ukrainische Präsident wolle den Krieg "nicht beenden und wollte es wahrscheinlich nie", schrieb er im Onlinedienst Truth Social. Er selbst mache "große Fortschritte" bei Friedensverhandlungen.
Selenskyj widersprach Trump. Die Ukraine habe "buchstäblich jeden Versuch" ihrer Partner für ein würdiges Kriegsende begrüßt. Russland antworte dagegen mit Raketen, Drohnen und Tötungen.
