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Nordkorea lehnt Libyen-Modell ab Trump forderte Kim zur Waffenübergabe auf

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Kim Jong Un und Donald Trump am 27. Februar 2019 in Hanoi.

(Foto: www.imago-images.de)

Das zweite Treffen zwischen US-Präsident Trump und Nordkoreas Machthaber Kim endet ergebnislos. Nun wird bekannt: Die USA legten Kim einen geheimen Plan zur Denuklearisierung vor. Dieser lehnt ab - mit Hinblick auf das Schicksal von Libyens Ex-Diktator Gaddafi.

US-Präsident Donald Trump hat beim Gipfel vor vier Wochen den nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un aufgefordert, alle Atomwaffen an die USA zu übergeben. Er überreichte einem Insider zufolge Kim am 28. Februar ein entsprechendes Dokument.

In dem Papier wird unter anderem neben der Auslieferung der Waffen und Waffenteile auch ein vollständiger Abbau jeglicher nuklearer Infrastruktur, Zugang von US-Inspektoren sowie die Versetzung aller am Atomprogramm beteiligten Wissenschaftler in zivile Projekte gefordert. Es sei das erste Mal gewesen, dass Trump gegenüber Kim deutlich gemacht habe, was er unter Denuklearisierung verstehe, sagte der Insider. Das US-Präsidialamt sowie das Außenministerium in Washington lehnten eine Äußerung zu einem als vertraulich eingestuften Dokument ab.

Der Gipfel wurde am 28. Februar ergebnislos abgebrochen, ein Mittagessen der beiden Staatschefs wurde abgesagt. Ein weiteres Treffen wurde nicht vereinbart. Hintergründe zu den Gesprächen der beiden Staatschefs wurden damals nicht genannt. Lediglich Trumps Nationaler Sicherheitsberater John Bolton hatte im Anschluss an den Gipfel in Fernsehinterviews über das Dokument gesprochen, jedoch keine Details genannt.

Bolton gilt seit langem als Vertreter eines harten Kurses gegenüber Nordkorea und Befürworter eines "Libyen-Modell" zur Denuklearisierung. Libyen hatte seine Atomwaffen 2004 an die USA übergeben. Sieben Jahre später beteiligten sich die USA an einer Nato-Mission in dem nordafrikanischen Land, die zum Sturz der Regierung von Muammar al- Gaddafi führte. Nordkorea lehnt ein Libyen-Modell ab, Vertreter des Landes verwiesen auf das "schreckliche Schicksal" Gaddafis. Die Regierung in Pjöngjang hat sich wiederholt gegen eine einseitige Abrüstung ausgesprochen und führt an, das Waffenprogramm sei zur Verteidigung des Landes nötig.

Quelle: n-tv.de

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