Politik

US-Präsident: Krise bald vorbei Trump geht gegen Masken-Wucher vor

Obwohl die Todeszahlen in seinem Land weiter steigen, glaubt US-Präsident Trump an ein baldiges Ende der Virus-Krise. Helfen soll dabei auch ein Dekret: Wer Desinfektionsmittel und Schutzmasken hortet und teuer verkauft, soll demnach bestraft werden.

Die US-Regierung will dagegen vorgehen, dass Bürger in der Coronavirus-Krise in großen Mengen Schutzmasken oder Desinfektionsmittel horten, um sie überteuert weiterzuverkaufen. US-Präsident Donald Trump sagte im Weißen Haus in Washington, er habe eine Verfügung unterzeichnet, um ein solches Verhalten zu verbieten und unter Strafe zu stellen.

Dem Dekret zufolge sollen bestimmte medizinische Produkte offiziell als knappe Waren eingestuft werden. Bei diesen kritischen Produkten sei es dann verboten, sie in großen Mengen zu horten und zu Wucherpreisen weiterzuverkaufen. US-Justizminister William Barr sagte, noch seien keine Produkte in diese Kategorie eingestuft worden. Erste Untersuchungen in diesem Bereich seien aber bereits gestartet worden. "Wenn Sie einen großen Vorrat an Toilettenpapier zu Hause haben, ist das nichts, weshalb Sie sich Sorgen machen müssen", sagte Barr an die Adresse der Bevölkerung. "Aber wenn Sie auf einem Lagerhaus mit Masken, Operationsmasken sitzen, dann werden wir an Ihre Tür klopfen."

Angesichts der Ausbreitung des Coronavirus sind Schutzmasken und Handdesinfektionsmittel in den USA zur Mangelware geworden. Die US-Regierung bemüht sich seit Tagen, die Produktion von Schutzmasken insbesondere für medizinisches Personal hochzufahren.

"Amerika bald wieder offen für Geschäfte"

Trump äußerte sich derweil überzeugt, dass die Coronavirus-Krise in seinem Land in absehbarer Zeit ausgestanden sein werde. "Wir werden diesen Krieg gewinnen und wir werden ihn viel eher gewinnen, als viele Menschen denken", sagte er. "Amerika wird bald wieder offen sein für Geschäfte." Und dies werde früher sein als erst in drei oder vier Monaten. Laut Trump würde eine langanhaltende Schließung der Wirtschaft letztlich zu mehr Toten führen als das Coronavirus. "Wir können nicht zulassen, dass die Heilung schlimmer ist als das Problem", sagte er.

Der US-Präsident räumte ein, die Lage werde sich zunächst wohl noch verschlechtern, betonte aber: "Wir versuchen, dafür zu sorgen, dass es weit weniger schlecht wird." Ohnehin handele es sich laut Trump um ein medizinisches Problem. "Wenn es nach den Ärzten ginge, würden sie vielleicht sagen: 'Lasst es abgeschottet, lasst uns die die ganze Welt abschotten'." Für eine Wirtschaftsmacht wie die USA sei das aber langfristig keine Lösung. Er und seine Regierung würden nicht zulassen, dass sich die Coronavirus-Krise zu einem bleibenden finanziellen Problem entwickelt, erklärte Trump.

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Mittlerweile sind in den USA mindestens 573 Menschen am Coronavirus gestorben, wie aus aktuellen Daten der Johns-Hopkins-Universität hervorgeht. Die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem neuartigen Virus Sars-CoV-2 in den USA liegt diesen Angaben zufolge bei mehr als 41.700. Damit liegen die USA bei der Zahl der bestätigten Fälle weltweit an dritter Stelle - hinter China und Italien, aber noch vor Spanien und Deutschland. Am schwersten in den USA ist der Bundesstaat New York an der Ostküste betroffen, gefolgt vom Bundesstaat Washington an der Westküste.

Quelle: ntv.de, cri/dpa