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Offensive gegen Kurden in Syrien Trump gibt Erdogan angebliches grünes Licht

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YPG-Kämpfer in der syrischen Stadt Tall Abyad nahe der türkischen Grenze.

(Foto: picture alliance / dpa)

Seit Tagen droht der türkische Präsident mit einer Offensive gegen die YPG in Nordsyrien. Doch die kurdische Miliz steht bisland als Verbündeter unter dem Schutz der USA. Nun gibt es aber laut Erdogan eine Vereinbarung mit US-Präsident Trump zu einer "effizienteren Kooperation".

Die Türkei steht nach den Worten von Präsident Erdogan unmittelbar vor einer Offensive gegen die kurdische Miliz YPG in Nordsyrien. In einer Rede im zentralanatolischen Konya warnte der 64-Jährige, eine Offensive könne "jeden Moment" beginnen. Zugleich deutete er auch die Möglichkeit einer Einigung mit den Vereinigten Staaten an. US-Präsident Donald Trump habe positiv auf Pläne der Türkei reagiert, Militäreinsätze östlich des Flusses Euphrat zu beginnen, sagte Erdogan.

Der türkische Präsident hatte am Freitag mit Trump telefoniert und dabei eine "effizientere" Kooperation in Nordsyrien vereinbart. Das Telefonat erfolgte zwei Tage nach einer Rede Erdogans, in der er gedroht hatte, "in einigen Tagen" eine neue Offensive gegen die YPG östlich des Euphrat zu starten.

Die USA unterstützen trotz der Proteste ihres Nato-Partners die YPG mit Waffen, Luftangriffen und Spezialkräften im Kampf gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS). Die Türkei betrachtet die Präsenz der YPG an ihrer Grenze jedoch als Bedrohung, da sie eng mit der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) verbunden ist, die seit 1984 gegen den türkischen Staat kämpft. Erst vor wenigen Tagen hatte das US-Verteidigungsministerium noch erklärt, jede einseitige militärische Initiative in der Region sei inakzeptabel.

Die Türkei hatte bereits im August 2016 eine Offensive gestartet, um zu verhindern, dass die YPG ein durchgängiges Gebiet entlang der türkischen Grenze unter ihre Kontrolle bringt. Im Januar 2018 attackierte die türkische Armee mit verbündeten syrischen Rebellen zudem Afrin und vertrieb nach erbitterten Kämpfen die YPG aus der nordsyrischen Region. Seitdem droht Erdogan immer wieder mit einer Offensive gegen die YPG östlich des Euphrat.

Quelle: n-tv.de, jpe/AFP/rts

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