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Telefonat nach Mueller-Bericht Trump spricht Putin nicht auf Einmischung an

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Hüllte sich beim Thema Wahlkampf-Einmischung in Schweigen: Donald Trump.

(Foto: AP)

Die russische Regierung greift "auf umfassende und systematische Weise" in die US-Wahl 2016 ein. Zu dieser Erkenntnis kommt Sonderermittler Mueller. Nach der Veröffentlichung seines Berichts telefoniert US-Präsident Trump mit Kreml-Chef Putin. Er umschifft das Thema.

US-Präsident Donald Trump hat eigenen Worten zufolge in dem Telefonat mit seinem Amtskollegen Wladimir Putin nicht über eine Einmischung Russlands in den amerikanischen Wahlkampf gesprochen. "Wir haben nicht darüber gesprochen. Wirklich, wir haben nicht darüber gesprochen", sagte Trump in Washington.

Es war das erste Gespräch der beiden Präsidenten seit Veröffentlichung des Berichts von Sonderermittler Robert Mueller über die russische Einmischung in den Wahlkampf 2016. Darin wird festgestellt, dass die russische Regierung "auf umfassende und systematische Weise" in die Wahl eingegriffen habe.

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Er habe mit Putin über Muellers Schlussfolgerung gesprochen, wonach er keine Zusammenarbeit mit Russland eingegangen sei, sagte Trump. Darüber habe sich Putin amüsiert gezeigt. "Er sagte so etwas wie, dass es als Berg begann und als Maus endete", so der Republikaner. "Aber er wusste das ja, weil er wusste, dass es keine Absprachen gab." Trump will sich im kommenden Jahr zur Wiederwahl stellen.

Das Telefonat kam nach Angaben des Kremls auf US-Initiative zustande. Trump schrieb bei Twitter, er habe ein "langes und sehr gutes Gespräch" mit Putin geführt. Dabei sei es neben Venezuela auch um Handelsfragen, die Ukraine, Nordkorea, die Atomwaffenkontrolle und "sogar" um die Russland-Ermittlungen in den USA gegangen, die Trump erneut als "Hexenjagd" bezeichnete.

Trump schrieb, er habe schon lange vor der Untersuchung von Sonderermittler Mueller gesagt, dass es eine "gute Sache" und "keine schlechte Sache" sei, mit Russland und China auszukommen.

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Quelle: n-tv.de, fzö/rts/AFP

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