Ohne nötige SicherheitsstandardsTrump tritt Reise nach Irland in geschenkter Boeing 747 an

Donald Trump will mit dem umstrittenen Geschenk-Jet aus Katar nach Irland reisen. Doch trotz Umbaukosten in dreistelliger Millionenhöhe gibt es Sicherheitsbedenken. Eine frühere Reise zeigt, wie ernst das Weiße Haus das Risiko nimmt.
US-Präsident Donald Trump plant, für seine Auslandsreise nach Irland, die Boeing 747 zu nutzen, die ihm von Katar geschenkt wurde. Das berichtet die "Washington Post" unter Berufung auf einen hochrangigen Vertreter des Weißen Hauses. Dem Bericht zufolge gibt es jedoch Sicherheitsbedenken, da das Flugzeug nicht dem Standard der Vorgängermaschine entsprechen soll.
Trotz scharfer Kritik hatte Trump im Mai 2025 das Flugzeug als Geschenk des Golfemirats Katar angenommen. Im Juli 2026 kündigte er an, das Flugzeug werde nachgerüstet. Die ehemalige Pressesprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, hatte zuvor gegenüber der "Washington Post" erklärt, dass die Umbauten im Herbst beginnen und etwa einen Monat dauern würden. Allerdings gibt es dafür noch keinen Zeitplan vom Weißen Haus. Die Vereinigten Staaten haben bereits 400 Millionen Dollar für den Umbau der Boeing 747 aus Katar ausgegeben. Die Regierung hat noch nicht mitgeteilt, wie viel Geld sie in den kommenden Monaten zusätzlich für die Modernisierung des Flugzeugs aufwenden muss.
Bereits wenige Wochen nach der Inbetriebnahme des Katar-Geschenks tauchten Fragen zur Sicherheit des Flugzeugs auf. Auf dem Rückflug seiner Reise zum Nato-Gipfel in Ankara verzichtete er auf den Einsatz des Jets, nachdem die Regierung Geheimdienstinformationen über eine mögliche iranische Bedrohung erhalten hatte, das Flugzeug anzugreifen.
Trump behauptete zunächst, er sei mit der "ehemaligen Air Force One" aus der Türkei abgeflogen, und schrieb in den sozialen Medien, er habe die Reise "um der alten Zeiten willen" unternommen, und damit die in Großbritannien stationierten US-Truppen das ehemalige Flugzeug aus Katar sehen könnten. Medienberichte enthüllten jedoch, dass Trump dieses Flugzeug tatsächlich nicht aus der Türkei genommen hatte. Nachdem er vor laufenden Fernsehkameras in die alte "Air Force One" eingestiegen war, wurde er heimlich auf einem Catering-Lkw zu einer C-32A der Luftwaffe gebracht.
Trump will an Irish Open teilnehmen
Trump flog mit einigen persönlichen Mitarbeitern und Verteidigungsminister Pete Hegseth in der C-32A nach Großbritannien. Mehrere andere Kabinettsmitglieder, Mitarbeiter des Weißen Hauses und die mitreisende Reportergruppe, die eigentlich mit Trump fliegen sollten, blieben in der alten "Air Force One", die nun als Köder diente. Die Presse und zumindest einige der an Bord befindlichen Regierungsbeamten waren sich des Tauschs nicht bewusst.
Dass Trump die Katar-747 überhaupt angenommen hat, hängt mit Lieferverzögerungen bei Boeing zusammen. Die Luftwaffe hatte 2017 einen Auftrag an Boeing zum Kauf von zwei 747-Maschinen vergeben, die als Präsidentenflugzeuge dienen sollen. Es ist unklar, ob diese vor dem Ende von Trumps Amtszeit im Januar 2029 einsatzbereit sein werden. Dazu ist das Unterfangen mit mehr als 5,6 Milliarden Dollar extrem kostspielig.
Die Irlandreise hat für Trump jedoch einen eher persönlichen Charakter. Er plant, an den Irish Open teilzunehmen, die auf seinem Golfplatz in Doonbeg stattfinden. Nach Angaben von Regierungsvertretern wird er dort auch einige offizielle Treffen abhalten. BBC berichtete, dass er ein Treffen mit der irischen Präsidentin Catherine Connolly und Premierminister Micheál Martin plant.

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