Politik

Geldgeschenke für SeniorenTrump verspricht Millionen Amerikanern Einmalzahlungen

03.10.2026, 08:51 Uhr
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Donald Trump, hier auf dem Weg zu einer Wahlkampfveranstaltung, verliert in den USA an Zustimmung. (Foto: picture alliance/dpa/AP)

Die Kongresswahlen rücken näher und US-Präsident Trump lässt nichts unversucht, um aus dem Umfragetief herauszukommen. Nun lockt er ältere Wähler mit einer Handvoll Dollar.

US-Präsident Donald Trump hat Einmalzahlungen über 90 Dollar an mehr als 20 Millionen Amerikaner für die Kosten des Senioren-Krankenversicherungsprogramms Medicare angekündigt. Trump erklärte in den sozialen Medien, die Zahlungen kämen aus dem Medicare Improvement Fund, der vom Kongress mit zwei Milliarden Dollar ausgestattet worden sei.

Diese Ankündigung ist die jüngste in einer Reihe von finanziellen Versprechungen, die Trump im Vorfeld der Kongress-Zwischenwahlen im November gegeben hat. Trumps Republikanische Partei hat derzeit eine knappe Mehrheit sowohl im Senat als auch im Repräsentantenhaus, doch sind Trumps Zustimmungswerte aufgrund der hohen Lebenshaltungskosten in den USA unter Druck geraten.

Das Weiße Haus erklärte später auf seiner Website, die meisten anspruchsberechtigten Senioren sollten die Zahlung Anfang Oktober in Form einer Überweisung auf ihr Konto erhalten. An andere würden Schecks verschickt.

Im vergangenen Monat hatte Trump vorgeschlagen, allen erwachsenen Bürgern Schecks über 5000 Dollar zukommen zu lassen, falls die Republikaner bei den Zwischenwahlen die Kontrolle über Repräsentantenhaus und Senat behalten sollten. Analysten, Ökonomen und sogar einige Republikaner im Kongress hatten skeptisch auf den Plan reagiert.

Der Vorschlag würde grob überschlagen bei mehr als 245 Millionen Erwachsenen im Land mehr als eine Billion US-Dollar kosten, etwa so viel wie der gesamte Verteidigungshaushalt der Supermacht. Ein entsprechender Beschluss scheint im Kongress daher weder politisch noch finanziell realistisch.

Die Idee direkter Zahlungen an US-Bürger ist zudem nicht neu: Bereits im vergangenen Jahr hatte Trump eine Direktzahlung in Höhe von 2000 Dollar ins Spiel gebracht, sie aber dann nicht weiter verfolgt. Das Geld sollte Amerikaner an den Zolleinnahmen der USA beteiligen - ausgenommen sein sollten Besserverdiener.

Quelle: ntv.de, ghö/rts/dpa

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