Politik

Grenze zu Mexiko Trump will "Katastrophengebiet" besuchen

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Nur ein kleiner Teil der Grenzmauer wurde während Trumps Präsidentschaft fertiggestellt.

(Foto: dpa)

Sie war eines der zentralen Wahlkampfversprechen von Donald Trump: die Mauer an der Grenze zu Mexiko. Über 400 Meilen wurden während seiner Amtszeit fertiggestellt, jetzt ruhen die Arbeiten. Der Gouverneur von Texas will den Bau weiter vorantreiben und lädt den Ex-Präsidenten ein.

Der ehemalige US-Präsident Donald Trump will Ende Juni die laut seinen Aussagen "stark geschwächte" Südgrenze der Vereinigten Staaten zu Mexiko besuchen. Er habe eine Einladung des texanischen Gouverneurs Greg Abbott für den 30. Juni angenommen, teilte Trump mit.

Trumps Nachfolger Joe Biden hatte im Januar als eine seiner ersten Amtshandlungen die Finanzierung für den Bau von massiven Grenzzäunen ausgesetzt - ein Schlüsselprojekt von Trump. Dieser hatte vor seiner Wahl zum Präsidenten 2016 versprochen, eine "wunderschöne Mauer" an der rund 3200 Kilometer langen Südgrenze zu errichten, um Einwanderer ohne Papiere und Kriminelle fernzuhalten.

Abbott kündigte vergangene Woche an, in seinem Bundesstaat nun unabhängig von der Regierung in Washington den Mauerbau voranzutreiben. Wie der Texaner dies realisieren will, ist offen. Der Gouverneur gehört zu einer Reihe von Republikanern, die Biden beschuldigen, mit seiner im Vergleich zur Ära Trump liberaleren Migrationspolitik eine Krise an der Grenze ausgelöst zu haben.

Wegen der Vielzahl der Migranten, die ohne Papiere über die Grenze kommen und von den Behörden aufgegriffen werden, steht die neue Regierung seit Wochen unter Druck. Sie verwies auch am Dienstag erneut auf "vier Jahre des Chaos und Missmanagements" unter Trump und verspricht, das US-Einwanderungssystem zu reformieren und Fluchtursachen in den Herkunftsländern zu bekämpfen. Trump bezeichnete die Grenzregion in seiner Mitteilung als "Katastrophengebiet". Die neue Regierung habe von ihm die "stärkste" und "sicherste" Grenze geerbt und die Kontrolle darüber an Kartelle, Kriminelle und Schlepper abgegeben. Die ganze Welt bemitleide die USA um ihre "gesetzlose" Grenze.

Quelle: ntv.de, ino/dpa

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