Politik

Wichtiges FlugabwehrsystemTrump will Ukraine Bau von US-Patriot-Raketen erlauben

08.07.2026, 16:14 Uhr
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US-Präsident Trump ging auf einen Wunsch seines ukrainischen Amtskollegen Selenskyj ein. (Foto: picture alliance/dpa/AP)

Die Ukraine droht, ihr wichtigstes Abwehrsystem zu verlieren. Die Führung in Kiew beklagte in den vergangenen Wochen, dass der Bestand an US-Patriot-Raketen am Limit ist. Nun haben sich die Präsidenten Selenskyj und Trump auf eine Regelung geeinigt, die beiden Ländern zusagen dürfte.

Die USA werden der Ukraine nach Angaben von Präsident Donald Trump die Erlaubnis zum Bau von Patriot-Luftabwehrraketen erteilen. Das kündigte er beim Nato-Gipfel in Ankara an. "Eines der Themen, über die wir heute wohl sprechen werden (...), ist die Tatsache, dass wir ihnen das Recht geben werden, Patriots herzustellen", sagte Trump bei einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj.

"Wir werden ihnen zeigen, wie es geht", fügte Trump an. Das sei "ziemlich cool", denn so könnte sich die Ukraine nicht beschweren, dass die USA ihnen nicht genug solcher Lenkkörper gebe. "Wir haben das Unternehmen noch nicht darüber informiert, aber das wird schon gut gehen", merkte er jedoch an. 

Patriot-Raketen wichtig für Abwehr ballistischer Raketen

Einzig US-amerikanische Flugabwehrsysteme des Typs Patriot sind nach ukrainischen Angaben in der Lage, von Russland eingesetzte ballistische Raketen abzuwehren. Für Selenskyj und die Ukraine ist diese Aussicht ein großer Erfolg. Mehrere Wochen lang hat der ukrainische Präsident angesichts verheerender russischer Angriffe mit ballistischen Raketen für eine eigene Produktion von Patriot-Flugabwehrraketen in der Ukraine und die Vergabe dieser Lizenz geworben.

Der Bestand an Patriot-Raketen sinkt der ukrainischen Führung zufolge derzeit auf einen gefährlich niedrigen Stand. Laut "Euronews" verkündete der ukrainische Luftwaffensprecher Oberst Yurii Ihnat am 6. Juli, dass in der Nacht zuvor keine der von Russland abgeschossenen ballistischen Raketen abgewehrt werden konnte - weil es nicht genug Patriot-Raketen gäbe.

Ungeklärt sind indes Fragen zur Finanzierung des Baus einer Produktionsstätte in der Ukraine und in welcher Zeit eine Fertigung auf die Beine gestellt werden könnte. Für Russland wäre der Standort auch ein Ziel für Angriffe. Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Jahren mit massiver westlicher Hilfe gegen eine russische Invasion.

Quelle: ntv.de, dri/dpa/AFP

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