Politik

Keine Koalition mit Altparteien Tsipras kämpft um neues Mandat

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Alexis Tsipras will wiedergewählt werden. Die Griechen sollen ihm mehr Zeit geben, sagt er.

(Foto: AP)

Es ist das erste TV-Interview, das Alexis Tsipras nach dem Rücktritt gibt. Und es ist eine Kampfansage, denn Griechenlands scheidender Ministerpräsident will wiedergewählt werden. Er stellt klar, mit wem er nicht regieren will und wieso die Bürger ihm Zeit geben sollen.

Der scheidende griechische Ministerpräsident Alexis Tsipras hat seine Landsleute im Fernsehen aufgerufen, ihm ein neues Mandat zu erteilen. Er brauche mehr Zeit, um zu regieren, sagte er in einem Interview mit dem griechischen Privatsender Alpha. Die etablierten Parteien hätten 40 Jahre lang regiert, er nur knapp sieben Monate.

Bislang habe er sich hauptsächlich auf die Verhandlung mit den Gläubigern konzentriert. Nun sei die Zeit gekommen, im Inland zu handeln, sagte Tsipras. Er wolle das Land wieder auf Wachstumskurs bringen. Die Griechen dürften die Schuld nicht immer im Ausland suchen, betonte Tsipras. Stattdessen müssten Steuerhinterziehung und Korruption bekämpft werden.

Eine Zusammenarbeit mit den früheren Regierungsparteien des Landes schloss Tsipras aus. "Wir werden nicht die zurückbringen, die das Volk hinausgeworfen hat", versicherte er für den Fall, dass seine linke Partei Syriza nicht die absolute Mehrheit bekommt. Er wolle weder mit den Sozialisten der Pasok noch mit den Konservativen der Nea Dimokratia noch mit der Mitte-Links-Partei To Potami zusammenarbeiten.

Noch Wochen bis zu Neuwahlen

Syriza war bei der Parlamentswahl im Januar mit Abstand stärkste Kraft geworden, hatte jedoch keine absolute Mehrheit erhalten und daher eine Koalition mit der nationalistischen Partei Unabhängige Griechen (Anel) gebildet.

In der vergangenen Woche hatte Tsipras seinen Rücktritt erklärt, nachdem er seine Mehrheit im Parlament im Streit um den Kurs bei den Verhandlungen mit den internationalen Geldgebern verloren hatte. Der linke Flügel seiner Syriza-Partei hatte ihm die Gefolgschaft bei den von den Geldgebern geforderten Spar- und Reformmaßnahmen verweigert.

An diesem Donnerstag will Staatspräsident Prokopis Pavlopoulos das Dekret zur Auflösung des Parlaments unterzeichnen. Als möglichstes Datum für die Wahlen gilt der 20. September.

Quelle: n-tv.de, ame/dpa/AFP

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