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Erdogan spricht von Abschuss Türkischer Helikopter über Syrien abgestürzt

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Türkische Truppen gehen mit Bodentruppen und der Luftwaffe gegen die YPG in Syrien vor.

(Foto: REUTERS)

Beim Absturz eines Militärhubschraubers der türkischen Streitkräfte über Syrien sterben sieben Soldaten. Die Maschine war im Einsatz gegen kurdische Kämpfer in der Region Afrin. Präsident Erdogan spricht von einem Abschuss - und droht mit Vergeltung.

Bei der türkischen Offensive gegen die Kurdenmiliz YPG im Nordwesten Syriens sind sieben türkische Soldaten getötet worden. Neun weitere hätten Verletzungen erlitten, teilte das türkische Militär am Samstag mit. Zuvor hatte die Armee berichtet, zwei Soldaten seien beim Absturz eines türkischen Hubschraubers in der Region Afrin ums Leben gekommen. Wie die anderen Soldaten starben, blieb zunächst offen.

Der türkische Ministerpräsident Binali Yildirm erklärte, die Ursache des Absturzes sei nicht vollständig klar. Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan sagte hingegen vor Mitgliedern der Regierungspartei AKP, der Hubschrauber sei beim Einsatz gegen die Kurden in Afrin abgeschossen worden. Er drohte den Verantwortlichen an, sie würden dafür einen hohen Preis bezahlen. 

Laut Nachrichtenagentur Anadolu wurde der Hubschrauber nahe der Grenze Syriens zur südtürkischen Provinz Hatay getroffen. Ein Sprecher der Kurdenmiliz YPG erklärte, seine Truppen hätten den Hubschrauber getroffen. Seit Beginn der türkischen Operation in dem Gebiet vor drei Wochen wäre es das erste Mal, dass ein türkischer Hubschrauber abgeschossen wurde.

160 Tote durch türkische Angriffe

Türkische Truppen und syrische Verbündete gehen in der Region seit Januar mit Bodentruppen und der Luftwaffe gegen die YPG vor. Bei der Miliz handelt es sich um den syrischen Ableger der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK.

Der Kurden-Vertreterin Hevi Mustafa zufolge kamen bei der Offensive in Afrin bisher 160 Menschen ums Leben, darunter 26 Kinder. Rund 60.000 Menschen seien in die Flucht getrieben worden, sagte sie vor Journalisten. Dies habe eine Flüchtlingskrise ausgelöst, weil so viele Menschen in der Region nicht angemessen betreut werden könnten.

Quelle: n-tv.de, kst/dpa/rts/AFP

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