Politik

Demokraten und RepublikanerUS-Delegation sagt Grönland Unterstützung zu

16.01.2026, 14:49 Uhr
00:00 / 02:26
Denmark-American-delegation-Senator-Chris-Coons-from-the-Democratic-Party-arrives-as-an-American-delegation-consisting-of-senators-and-members-of-the-House-of-Representatives-visits-Industriens-Hus-in-Copenhagen-on-Friday-January-16-2026
Senator Coons will sich "Verbündeten annähern und sie nicht vergraulen". (Foto: IMAGO/Ritzau Scanpix/Sebastian Elias Uth)

Inmitten der Spannungen zwischen den USA und Grönland macht sich eine Gruppe Parlamentsabgeordneter aus Washington auf den Weg nach Kopenhagen. Sie wollen der Arktis-Insel beistehen - und glauben an die Vernunft.

Eine überparteiliche Delegation von US-Parlamentariern hat Dänemark und Grönland angesichts der Drohungen von US-Präsident Donald Trump die Unterstützung des Kongresses zugesichert. Die elfköpfige Delegation unter Leitung des demokratischen Senators Chris Coons traf in Kopenhagen mit der dänischen Regierungschefin Mette Frederiksen und ihrem grönländischen Amtskollegen Jens-Frederik Nielsen zusammen.

Trump hatte zuvor wiederholt erklärt, Grönland sei wegen seiner strategischen Lage und seiner großen Mineralienvorkommen für die Sicherheit der USA von entscheidender Bedeutung. Er schloss den Einsatz militärischer Gewalt zur Übernahme der Insel nicht aus.

"In einer Zeit zunehmender internationaler Instabilität müssen wir uns unseren Verbündeten annähern und sie nicht vergraulen", erklärte Senator Coons Anfang der Woche. Die demokratische Senatorin Jeanne Shaheen sagte, die Rhetorik zu einer Übernahme Grönlands untergrabe die Nato und spiele Russland und China in die Hände.

"Ich weiß, dass es hier in Dänemark und in Grönland echte, tiefe Besorgnis gibt", sagte sie. "Aber ich glaube, dass sich vernünftigere Köpfe durchsetzen werden." Der Delegation gehören zwar überwiegend Demokraten an, aber auch die republikanischen Senatoren Thom Tillis und Lisa Murkowski sind dabei.

Der Besuch der Kongressabgeordneten folgt auf ein Treffen im Weißen Haus am Mittwoch, bei dem der dänische Außenminister Lars Løkke Rasmussen und die grönländische Außenministerin Vivian Motzfeldt mit US-Außenminister Marco Rubio und Vizepräsident JD Vance zusammenkamen. Dänische Vertreter sagten nach dem Treffen, es sei ihnen nicht gelungen, die Haltung der US-Regierung zum Erwerb Grönlands zu ändern. Rasmussen erklärte am Donnerstag, man sei zur Zusammenarbeit bei der Sicherheit in der Arktis bereit. Dies müsse jedoch "unter Achtung unserer territorialen Integrität, des Völkerrechts und der UN-Charta" geschehen.

Quelle: ntv.de, mpa/rts

Donald TrumpDemokratenGrönlandUSADänemarkRepublikanerDiplomatie