Politik

Zustimmung zu "Juneteenth" US-Feiertag erinnert an Ende der Sklaverei

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Der 19. Juni soll der zwölfte Bundes-Feiertag der Vereinigten Staaten werden.

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

Am 19. Juni 1865 verkündet ein General der Unionstruppen in Texas die Freiheit aller Sklaven. In den USA ist der Tag als "Juneteenth" bekannt, nun wird er in seltener politischer Einigkeit ein landesweiter Feiertag zum Gedenken an das Ende der Sklaverei.

Die USA bekommen erstmals seit 1983 einen neuen landesweiten Feiertag. Der US-Kongress stimmte für die Einführung eines neuen Jahrestages zum Gedenken an das Ende der Sklaverei. Das Repräsentantenhaus votierte mit der überwältigenden Mehrheit von 415 gegen 14 Stimmen für das entsprechende Gesetz. Der Senat - die andere Kongresskammer - hatte das Vorhaben bereits zuvor einstimmig verabschiedet.

Die Einführung des neuen Feiertages wurde mit seltener parteiübergreifender Einigkeit gemeinsam von den Demokraten und oppositionellen Republikanern beschlossen. Damit der als "Juneteenth" bezeichnete Feiertag eingeführt wird, fehlt nun nur noch die Unterschrift von Präsident Joe Biden. Der "Juneteenth" wäre der zwölfte unter der Bundesgesetzgebung der USA geltende Feiertag und der erste neue Feiertag dieser Art seit 38 Jahren.

In den meisten der 50 US-Bundesstaaten wird der "Juneteenth" - der 19. Juni - zwar bereits offiziell begangen. Doch ein Bundesfeiertag ("federal holiday") ist der 19. Juni bislang nicht.

Langes Kapitel

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"Juneteenth" ist ein Schachtelwort aus den englischen Wörtern für Juni und 19. Am 19. Juni 1865 - zwei Monate nach der Kapitulation der im Bürgerkrieg für den Erhalt der Sklaverei kämpfenden Südstaaten-Truppen - hatte ein General der Armee des Nordens in Galveston im Bundesstaat Texas die Freilassung aller Sklaven verkündet.

Die Debatte um die Verbrechen der Sklaverei hat seit dem vergangenen Jahr in den USA im Zuge der Proteste gegen Polizeigewalt und Rassismus an neuer Brisanz gewonnen. Bei zahlreichen Demonstrationen wurden mehrfach Denkmäler angegriffen, die mit dem Erbe der Sklaverei in Verbindung standen. Mehrere Städte in den USA haben bereits auf die Forderungen der Demonstranten reagiert und Fahnen und Statuen im Zusammenhang mit den Südstaaten entfernt. Der US-Bundesstaat Maryland schaffte seine offizielle Hymne "Maryland, My Maryland" ab, weil das Lied ein "Relikt" der Südstaaten-Konföderation sei.

Quelle: ntv.de, sba/AFP

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