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Nahe Ölexport-Insel KhargUS-Militär nimmt iranischen Tanker unter Feuer

05.09.2026, 15:07 Uhr
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Über Kharg wurden vor dem Krieg 90 Prozent der iranischen Ölexporte abgewickelt. (Foto: picture alliance / Middle East Images)

Die Streitkräfte der USA attackieren im Persischen Golf einen iranischen Tanker. Dieser befindet sich zum Zeitpunkt des Angriffs unweit der wichtigen Öl-Insel Kharg. Das Schiff wird nach Angaben aus Teheran von vier Raketen getroffen.

US-Streitkräfte haben einem Medienbericht zufolge einen iranischen Tanker nahe der wichtigen Ölexport-Insel Kharg im Persischen Golf angegriffen. Das Schiff sei im Ankerbereich von vier US-Raketen getroffen worden, meldete die halbamtliche iranische Nachrichtenagentur Tasnim. Menschen seien nicht zu Schaden gekommen. Offizielle Stellungnahmen des Iran oder des US-Militärs gibt es zu dem Angriff nicht.

Ein Angriff auf die Anlagen von Kharg würde den Druck auf die ohnehin unter einer US-Seeblockade leidende iranische Wirtschaft weiter erhöhen. Der Iran ist der drittgrößte Produzent in der Organisation erdölexportierender Länder (Opec). Kharg ist der wichtigste Umschlagplatz für iranische Rohölexporte. Vor dem Krieg wickelte das Land 90 Prozent seiner Exporte über die Insel ab. Diese liegt etwa 30 Kilometer von der Küste entfernt.

Seit Beginn der US-Blockade iranischer Ölexporte Mitte April sind die Lieferungen jedoch unterbrochen. Die USA hatten die Strafmaßnahme verhängt, nachdem der Iran die Straße von Hormus faktisch geschlossen hatte. Durch diese Verbindung wurde vor dem Krieg ein Fünftel der weltweiten Öllieferungen transportiert.

US-Präsident Donald Trump hatte am 31. August in einem von einem KI-generierten Video flankierten Social-Media-Beitrag erklärt, die Insel Kharg werde in Stücke geschossen. Die iranischen Behörden haben für den Fall eines Angriffs auf die Insel eine entschiedene Reaktion angekündigt. Trump hatte am 11. Juni zunächst erklärt, er wolle Kharg übernehmen. Wenig später nahm er eine angedrohte US-Militäroperation dort jedoch vorerst vom Tisch.

Quelle: ntv.de, lme/rts

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