Politik
Die Schabaab-Miliz versucht seit etwa zehn Jahren, die vom Westen gestützte Regierung zu stürzen.
Die Schabaab-Miliz versucht seit etwa zehn Jahren, die vom Westen gestützte Regierung zu stürzen.(Foto: REUTERS)
Dienstag, 21. November 2017

Luftangriff auf Schabaab-Miliz: US-Militär tötet mehr als 100 Extremisten

Bei einem Luftangriff in Somalia töten US-Streitkräfte nach eigenen Angaben mehr als 100 Kämpfer der radikalen Schabaab-Miliz. Der Einsatz gilt einem Lager der Rebellen nordwestlich der Hauptstadt. Unklar bleibt, ob dabei Zivilisten ums Leben kommen.

Das US-Militär hat bei einem Luftangriff in Somalia nach eigenen Angaben mehr als 100 Extremisten getötet. Ziel sei ein Lager der islamistischen Schabaab-Miliz 200 Kilometer nordwestlich der Hauptstadt Mogadischu gewesen, teilte das Afrika-Kommando der US-Streitkräfte mit.

Der Angriff sei mit der international anerkannten Übergangsregierung Somalias koordiniert gewesen. Das US-Militär kündigte an, auch weiterhin Extremisten ins Visier zu nehmen. Zu möglichen zivilen Opfern machten die Streitkräfte keine Angaben. Die USA haben ihre Einsätze gegen die mit Al-Kaida verbundene Terrororganisation in Somalia in den vergangenen Monaten deutlich ausgeweitet.

Die Al-Schabaab-Miliz versucht seit etwa zehn Jahren, die vom Westen gestützte Regierung zu stürzen. Sie hat Verbindungen zur Al-Kaida und wiederholt Anschläge auf Hotels und Restaurants in Mogadischu und anderen Städten Somalias verübt. Truppen der Afrikanischen Union (AU) und der somalischen Armee hatten die Miliz 2011 aus Mogadischu vertrieben. Die bewaffneten Rebellen sind aber weiterhin im Land aktiv. Rund 22.000 Soldaten der AU befinden sich zurzeit in Somalia, um die Zentralregierung militärisch zu unterstützen.

Quelle: n-tv.de