Politik

Mann bleibt blutend liegen US-Polizisten stoßen 75-Jährigen um

In den USA sorgt ein weiterer Fall von offenbar ungerechtfertigter Aggressivität von Polizisten für Ärger: Zwei Beamte stoßen einen 75 Jahre alten Demonstranten, der sich ihnen genähert hatte. Der Mann verletzt sich am Kopf und bleibt liegen. Für die Polizisten zieht der Vorfall direkt harte Konsequenzen nach sich.

Zwei US-Polizisten haben bei einer Kundgebung gegen Polizeigewalt in der Stadt Buffalo laut Medienberichten einen älteren Demonstranten heftig gestoßen, der daraufhin gefallen ist und sich am Kopf verletzt hat. Wie ein Video des Senders WBFO zeigte, blieb der Mann mit Blutungen am Kopf auf dem Bürgersteig liegen. In dem rund 40 Sekunden langen Videoclip ist zu sehen, wie der weiße Demonstrant auf eine Gruppe uniformierter Polizisten zugeht und von zwei von ihnen umgestoßen wird.

Die Beamten seien suspendiert worden, twitterte Bürgermeister Byron W. Brown. Der 75-jährige Demonstrant sei in einem ernsten, aber stabilen Zustand. Der Polizeichef der Stadt im Bundesstaat New York habe eine interne Untersuchung angeordnet. Vom Gouverneur des Bundesstaates New York, Andrew Cuomo, gab es scharfe Kritik: "Dieser Vorfall ist völlig ungerechtfertigt und äußerst beschämend." Polizisten müssten das Gesetz vollstrecken, nicht missbrauchen.

Seit Tagen kommt es in vielen Städten zu Demonstrationen gegen Rassismus, Polizeigewalt und soziale Ungerechtigkeit. Auslöser ist der Tod des Afroamerikaners George Floyd nach einem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis im Bundesstaat Minnesota am 25. Mai. Die Proteste arteten zum Teil in Ausschreitungen und Plünderungen aus.

Quelle: ntv.de, tno/dpa