Politik

Trump habe "Gemetzel" verursacht Biden: Kapitol-Sturm war für Polizei "mittelalterliche Hölle"

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Der 6. Januar 2021 geht als dunkler Tag für die Demokratie in die Geschichte der USA ein.

(Foto: picture alliance/dpa/Zuma Press)

Am Tag des Sturms auf das US-Kapitol soll Trump über Stunden seelenruhig die Geschehnisse am Fernseher verfolgt haben. Nachfolger Biden verurteilt den abgewählten Präsidenten erneut scharf für seine Lügen, die einen "verrückten Mob" und ein "Gemetzel" verursacht hätten.

US-Präsident Joe Biden hat seinen Vorgänger Donald Trump wegen seiner stundenlangen Untätigkeit während der Kapitol-Attacke heftig angegriffen. "Drei Stunden lang sah der besiegte ehemalige Präsident der Vereinigten Staaten zu, wie all dies geschah, während er bequem im privaten Esszimmer neben dem Oval Office saß", sagte Biden in einer per Video übertragen Rede anlässlich einer Konferenz für schwarze Führungskräfte in Strafverfolgungsbehörden.

"Während er das tat, wurden mutige Polizeibeamte drei Stunden lang der mittelalterlichen Hölle ausgesetzt, triefend vor Blut, umgeben von einem Gemetzel, von Angesicht zu Angesicht mit einem verrückten Mob, der die Lügen des besiegten Präsidenten glaubte", so Biden weiter. Trump habe der Mut gefehlt, zu handeln.

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In der vergangenen Woche hatte die vorerst letzte Anhörung des Untersuchungsausschusses zum Sturm auf das US-Kapitol gezeigt, dass Trump die Ereignisse im und rund um das Kapitol an diesem Tag im Fernsehen verfolgte. Erst 187 Minuten nach seiner aufwiegelnden Rede am 6. Januar 2021 hatte er seine Anhänger in einer Videobotschaft aufgefordert, nach Hause zu gehen.

Angesprochen auf die Äußerungen Bidens betonte die Sprecherin des Weißen Hauses, Karine Jean-Pierre, dass Trump für die Ereignisse an diesem Tag Verantwortung trage. "Der ehemalige Präsident musste eine Wahl treffen. Die Wahl lautete: Stehen Sie auf der Seite unserer Strafverfolgungsbehörden oder auf der Seite des Mobs?", sagte sie.

(Dieser Artikel wurde am Dienstag, 26. Juli 2022 erstmals veröffentlicht.)

Quelle: ntv.de, joh/dpa

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