Politik

Spannungen mit dem IranUS-Zerstörer erreicht israelische Hafenstadt Eilat

30.01.2026, 16:27 Uhr
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Die "USS Delbert D. Black" im Sommer 2022 vor der Küste Floridas. (Foto: IMAGO/ZUMA Press Wire)

Die Beziehungen zwischen den USA und dem Iran sind derzeit äußerst angespannt. Nun schickt Washington ein Kriegsschiff nach Israel. Teheran reagiert darauf mit scharfen Tönen.

Mitten in den wachsenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran hat ein Zerstörer der US-Marine im israelischen Hafen Eilat am Roten Meer angelegt. Die Ankunft der "USS Delbert D. Black" im Golf von Akaba sei seit Längerem geplant gewesen und Teil der laufenden Zusammenarbeit zwischen dem US- und dem israelischen Militär, berichtete die israelische Nachrichten-Webseite Ynet unter Berufung auf das Militär. Der Iran drohte daraufhin erneut mit Vergeltung für jegliche Form von Aggression, zeigte sich aber zugleich bereit zu Gesprächen mit den USA. Die Türkei wiederum rief die USA und den Iran auf, an den Verhandlungstisch zu kommen und lehnte abermals eine Intervention im Iran aus dem Ausland ab.

Die "USS Delbert D. Black" ist ein Lenkwaffenzerstörer der Arleigh-Burke-Klasse. Schiffe dieser Baureihe dienen zur Flugabwehr mit Boden-Luft-Raketen, zu taktischen Landangriffen mit Tomahawk-Marschflugkörpern sowie zur U-Boot-Jagd und Bekämpfung anderer Schiffe.

Der Golf von Akaba ist Teil des Roten Meeres, dort hat Israel gemeinsame Grenzen mit Ägypten und Jordanien. Die Verlegung des US-Zerstörers erfolgt zu einer Zeit, in der US-Präsident Donald Trump sich offen für Gespräche mit dem Iran gezeigt hat. Zugleich aber hat die US-Regierung zusätzliche militärische Mittel in den Nahen Osten entsandt. Und Trump hat dem Iran gedroht, entweder zu den Verhandlungen über sein Atomprogramm zurückzukehren oder mit weitaus härteren Maßnahmen der USA rechnen zu müssen. Zudem sprach er von einer "Armada", die auf den Iran zusteuere, äußerte aber auch die Hoffnung, dass sie nicht zum Einsatz kommen werde.

Die Regierung in Teheran hat ihrerseits mit Vergeltung gegen die USA, Israel und deren Verbündete gedroht. Präsident Massud Peseschkian sagte iranischen Staatsmedien zufolge, sein Land werde "auf jede Aggression" unverzüglich und entschieden reagieren. Der Iran strebe aber keinen Krieg an, sondern begrüße den Dialog.

Quelle: ntv.de, jpe/rts

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