US-Wahl 2020

24 Jahre in Republikaner-Hand Trump verliert nun auch Arizona

Mehr als eine Woche ist die US-Präsidentschaftswahl her - und nachdem erste Medien den Bundesstaat Arizona schon am Wahlabend Joe Biden zugesprochen hatten, ziehen nun NBC und CNN nach. Für Trump ist das eine schwere Niederlage. Denn Ariziona galt lange Jahre als Hochburg der Republikaner.

Der neu gewählte US-Präsident Joe Biden hat weiteren Prognosen zufolge bei der Wahl im traditionell republikanischen Bundesstaat Arizona gewonnen. Nachdem ihn die Nachrichtenagentur AP und der TV-Sender Fox News bereits vergangene Woche in der Wahlnacht zum Gewinner in Arizona erklärt hatten, ziehen nun auch die Sender NBC News und CNN nach. In dem Staat im Südwesten der USA geht es um elf Wahlleute.

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Arizona galt lange als sichere Bastion der Republikaner. Seit dem Wahljahr 1952 haben dort fast immer republikanische Präsidentschaftskandidaten gewonnen. Die Ausnahme machte das Wahljahr 1996, als der Demokrat Bill Clinton dort den Sieg holte. Biden hat bereits 290 Stimmen für die Wahlversammlung im Dezember gesammelt. Für einen Wahlsieg reichen 270 dieser Wahlleute.

Trump steht derzeit bei 217 Wahlleuten. Der Republikaner hat es bislang abgelehnt, seine Niederlage bei der Wahl anzuerkennen und behauptet ohne Anführung irgendwelcher Belege, bei der Stimmabgabe und -auszählung habe es Unregelmäßigkeiten gegeben.

Auch staatliche US-Behörden haben die von Trump weiterverbreiteten Gerüchte inzwischen zurückgewiesen, wonach die Präsidentenwahl durch den Einsatz von Computersoftware manipuliert worden sei. Dafür gebe es keine Belege, hieß es in einer Mitteilung, die unter anderem von Vertretern der Cybersicherheitsagentur des Heimatschutzministeriums sowie der Vereinigungen der Wahlleiter der Bundesstaaten herausgegeben wurde.

In den Bundesstaaten North Carolina und Georgia gelten die knappen Rennen noch nicht als entschieden. In North Carolina liegt Trump vorne. In Georgia hält Biden einen kleinen Vorsprung. Wegen des knappen Ergebnisses hat die Regierung in Georgia eine Neuauszählung aller Stimmen per Hand angekündigt. Verantwortliche für die Wahl rechnen aber nicht damit, dass sich dort grundsätzlich etwas an der Tendenz ändert.

Quelle: ntv.de, jug/dpa