Politik

UN-Bericht dokumentiert Folter USA besorgt wegen Verbrechen Chinas an Uiguren

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Washington werde Peking "zur Rechenschaft ziehen", ließ US-Außenminister Blinken mitteilen.

(Foto: AP)

Washington wolle China "zur Rechenschaft ziehen". Mit scharfen Worten reagiert US-Außenminister Blinken auf den neuesten UN-Bericht über den Umgang Chinas mit der Minderheit der Uiguren. Er fordert ein Ende der Misshandlungen und freien Zugang zur Region Xinjiang.

Die USA haben die Inhalte eines explosiven UN-Berichts über Menschenrechtsverstöße gegen Minderheiten in China alarmierend genannt. "Die Vereinigten Staaten begrüßen diesen wichtigen Bericht, der die entsetzliche Behandlung und Misshandlung von Uiguren und Angehörigen anderer ethnischer und religiöser Minderheiten durch die Regierung der Volksrepublik China maßgeblich beschreibt", ließ US-Außenminister Antony Blinken mitteilen.

Der Bericht bekräftige "unsere ernste Besorgnis" über den anhaltenden Völkermord und die Verbrechen gegen die Menschlichkeit, die die Regierungsbehörden in China an Uiguren, die überwiegend Muslime sind, und an Angehörigen anderer ethnischer und religiöser Minderheitengruppen in Xinjiang begehen würden.

Blinken will unabhängige Ermittlung

Washington werde Peking weiterhin für die Vorgänge in Xinjiang "zur Rechenschaft ziehen", fügte Blinken hinzu. Washington fordere Peking auf, "die zu Unrecht Inhaftierten freizulassen, Rechenschaft über die Verschwundenen abzulegen und unabhängigen Ermittlern uneingeschränkten und ungehinderten Zugang zu Xinjiang, Tibet und der gesamten Volksrepublik China zu gewähren".

Zuvor hatte das UN-Menschenrechtsbüro in Genf in einem lange erwarteten Bericht zur Lage in der chinesischen Region Xinjiang Anzeichen für Verbrechen gegen die Menschlichkeit beschrieben. UN-Hochkommissarin Michelle Bachelet veröffentlichte den Report am Mittwochabend um kurz vor Mitternacht - nur zehn Minuten vor Ende ihrer Amtszeit. Menschenrechtsorganisationen sehen darin eine Bestätigung, dass China beim Umgang mit Minderheiten in der Region im Nordwesten des Landes Menschenrechte verletzt. Unter anderem ist von "glaubhaften" Foltervorwürfen die Rede. Der Vorwurf des Genozids, wie ihn die USA seit 2021 erhebt, findet sich nicht in dem Bericht. Die Regierung in Peking reagierte mit Empörung auf die Veröffentlichung.

Quelle: ntv.de, als/dpa/AFP

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